Journalistin und Autorin

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Klostermärkte in Deutschland und Österreich

Ich besuche in jedem Kloster, in das ich komme, mit Vorliebe den zugehörigen Klosterladen. Neben religiösen Artikeln gibt es meist auch Dinge wie Likör, Honig, Seife, Öl, also Lebensmittel und Pflegeprodukte.
Jetzt gibt es mittlerweile regelrechte Klostermärkte in manchen Städten, zu denen die Ordensleute anreisen und ihre Produkte ausstellen.
Ein Traum wird wahr!

Im September gibts es drei Termine. Im Süden in Altötting und über der Grenze in Bludenz am 2. bis 4. September (Bludenz nur bis 3. September), im Norden in Walkenried am 24. und 25. September.

August 27, 2022   No Comments

Das letzte Mal Sauwetter

muss schon ziemlich lange her sein – Mama hat noch gelebt, aber ich glaube, ich hatte Rasul schon, also muss es zwischen 2004 und 2015 irgendwann gewesen sein. In Italien fiel kein einziger Tropfen Regen und es hatte konstant 38 Grad über acht ewig lange Wochen. In der Nacht, in der ich nach Deutschland zurückfuhr, standen nachts um Eins 30 Grad plus auf der Wetterstation.
Was soll ich sagen – ich kenn es ja, aber genau deshalb ist mein Verdruss auch übergroß. Wenn sich einfach sechs Wochen lang NIX bewegt, du morgens die Augen aufschlägst und diesen immergleichen mörderischen Sonnenschein siehst, nicht mehr arbeiten, nicht mehr Sport treiben kannst, es geht mir, milde gesagt, nur noch auf den Wecker. Nach sechs Wochen fühle ich mich derart ausgelaugt, dass ich nicht mehr einen Fuß vor den anderen setzen kann.
Vorhin kam mal ein leichtes Donnergrummeln. Starkregen willkommen. Orkan auch. Ist mir alles egal, Hauptsache, das Wetter ändert sich endlich und es wird wieder kühler und nasser. Und dieser furchtbare Sommer ist endlich zu Ende.

August 26, 2022   No Comments

A tribute to Roger Waters

August 25, 2022   No Comments

20. August im Kriegsjahr 2022

Ich sitze in Deutschland auf meinem Gartengrundstück hinter der Garage und warte auf die ersten Sterne.
Da taucht ein Gebilde auf, das zunächst wie ein Flugzeug mit spät von der bereits untergegangenen Sonne angeleuchtetem Kondensstreifen anmutet. Es ist aber schon viel zu spät und viel zu dunkel.
Ich springe vom Gartenstuhl auf.
Es ist die leuchtende „Perlenkette“, Elon Musk zieht gerade wieder 30 bis 40 Satelliten in den Orbit durch den Nachthimmel.
Ich bestaune das Spektakel.
Aber es lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück.

Ich höre von Verdunkelungsplänen, wodurch der Begriff „Dunkeldeutschland“ eine interessante neue Nuance erhält.
Jedenfalls, so lange Musk sein Geschäft noch weiter lukrativ betreibt, werden wir gewiss über Internet verfügen, das noch schneller ist, aber eventuell nicht mehr über Strom für unsere Router. Aber über den dunklen Städten werden dann Musks „Perlenketten“ am Himmel leuchten, die für Internet in Indien, China, Saudi-Arabien und den USA sorgen werden.

August 20, 2022   No Comments

13. August im Kriegsjahr 2022

Ich höre, dass laut Kirchenordnung im Winter die Kirchengebäude im Bistum Speyer nicht mehr beheizt werden sollen. Es sind mehrheitlich Alte, Kranke, Behinderte, die noch zu den Gottesdiensten gehen.
Ich höre von anderer Seite, die Schulen auch nicht mehr. Das sind KINDER.

Such things I hear, they don’t make sense
I don’t see much evidence
I don’t feel
I don’t feel
But I don’t feel
A long train held up by page on page
A hard reign held up by rage
Once a railroad
Now it’s done
I hear the roar of a big machine
Two worlds and in between
Hot metal and methedrine
I hear empire down!

I hear the roar of a big machine
Two worlds and in between
Love lost, fire at will
Dum-dum bullets and shoot to kill
I hear dive bombers and
Empire down
Empire down

Lucretia my reflection, dance the ghost with me!

PS: Ich bin übrigens schon seit einigen Jahren fest davon überzeugt, dass die Musik der Achtziger aus der Zukunft heraus erschaffen wurde, um uns über diese Scheißzeit zu bringen.

August 13, 2022   No Comments

4. August 2022 im Kriegsjahr

Neulich eine eigentlich neutrale Seite zur neuen Rechtschreibung aufgerufen und dort minutenlang an der rechten Leiste mit dem neuen „Klimaenergieprogramm“ von Robert Habeck anagitiert worden, wonach ich meine Klimaanlage um zwei Grad höher schalten und meine Wäsche nur noch bei 30 Grad waschen soll.
Da es deutlich über 30 Grad heute hat, habe ich meine tragbare Klimaanlage konstant auf 16 Grad eingestellt. Die Wäsche war weiße Wäsche der robusteren und verdreckteren Art, also keine Gardinen oder Spitzendeckchen. Bei 60 Grad gewaschen. Vielleicht hätte ich einfach ins öffentliche Waschhaus gehen und sie bei Außentemperatur 38,5 Grad mit der Hand waschen sollen.
Das ist alles sehr fürchterlich und unsolidarisch, ich weiß.
Aber ich kann es damit rausreißen, hoffe ich, dass ich jeden Tag eiskalt dusche und nur die relevanten Stellen. Auch habe ich die Gnade der frühen Geburt, das bedeutet, die ersten 25 Jahre meines Lebens habe ich praktisch nichts gemacht, außer versehentlich CO2 auszuatmen.

August 4, 2022   No Comments

Hirtenbrief der Russisch-orthodoxen Kirche im Ausland Sektion Europa

Die Bischöfe trafen mit Metropolit Mark in München vom 25. bis 26. Juli zusammen und verabschiedeten in Bezug auf die Ukraine, fast könnte man sagen, ja oder nicht nur fast, in brennender Sorge, folgenden Hirtenbrief:

>>As the bloodshed of war stains the ground in the lands of our fathers, we are affected by the agonies of our brothers and sisters, whose suffering must be our suffering and whose aid and salvation must be our deeply-willed desire. We express our profound gratitude for the response of our clergy and faithful to our appeals to aid refugees from Ukraine, and in many other ways to be of help and support. Yet we continue to see the terrible costs of war; we feel the sorrowful transformation of cultures as hatred becomes more commonplace and suspicion and fear replace love and compassion; we behold governments seeking political interests rather than the peace and benefit of their peoples; and we observe moral and ethical degradation becoming more prevalent all around us.<< Und noch: >> The Church is our steadfast bulwark in this world: her truth never changes, her heart never wanes, and her life is never modified to conform to the whims of the world. The more than fifteen European nations that comprise our dioceses have known many conflicts over their history, but the unity of the Church is greater than any conflict and must never be abandoned in times of trial.<< Die ganze Verlautbarung im Wortlaut auf Englisch also hier.

Franz der Erste lässt sich derweil mit einem indianischen Häuptlingskopfschmuck ablichten. Gut gemeint, aber ich sehe es leider mit zunehmendem Befremden.

August 1, 2022   No Comments

Layla

Juli 15, 2022   No Comments

Nein, ich habe die Serie über russische Restaurants in Deutschland

nicht vergessen.
Ich war auch schon in Baden-Baden zu Besuch. Dort kocht man im Hotel und Gästehaus Hirsch sowohl deutsch wie auch russisch, wobei die russische Karte überschaubar ist.

Allerdings habe ich festgestellt, dass es bei mir sowieso immer auf Pelmeni rausläuft, egal, was ich mir vornehme. Und Borschtsch habe ich auch bestellt, obwohl ich versprochen hatte, keinen zu bestellen. Plötzlich überfiel mich jedoch eine unbändige Lust auf Borschtsch. Ich kam nicht dagegen an. Ich habe das einmal pro Jahr, dann muss ich einen selbst kochen oder essen gehen. Aber es macht ja keinen Spaß mehr mit diesem ständigen Hickhack, dass das ja ukrainische Nationalerbe sei und eben nicht russisch. Vielleicht einigt man sich irgendwann drauf, dass es aus der Kiewer Rus‘ stammt, dann passt es wieder. Der ukrainische Nationalismus treibt wahrlich manche Blüte – aber nicht nur der.

Serviert wurde der Borschtsch ordentlich mit Sauerrahm (smetana), geschmacklich einwandfrei, jedoch hätte ihm ein wenig Fleischeinlage gut getan.

Ebenso wie bei den schön in zerlassener Butter schwimmenden Pelmeni war jedoch merkwürdigerweise gehackte Petersilie obenauf statt Dill. Auch die Pelmeni kamen mit extra smetana, aber leider ohne Tomatenmark. Ich hatte mal eine russische Haushaltshilfe, die hat die besten Pelmeni aller Zeiten gemacht und brachte mir immer einen riesigen Topf. Die servierte die aber mit smetana und Tomatenmark. Und merkwürdigerweise, wie mir gerade einfällt, auch ohne Dill.

Beim zweiten Mal kam ich wieder nicht um die Teigtaschen drumrum, es ist ein Kreuz. Da ich aber weiß, dass Filet Stroganoff ziemlich überschätzt wird, bestelle ich es mir erst gar nicht. Und was ich echt mal gerne wieder essen würde, nämlich Kotelett Kiewer Art – das ist eine mit Petersilienbutter gefüllte panierte Hühnerbrust – birgt schon wieder Konfliktpotential. Die Wareniki sind kleine Maultäschchen mit Sauerkraut und Kartoffelbrei gefüllt, in jede Menge zerlassene Butter getaucht, gebratener Speck obendrüber. Dill böte sich als Garnierung an, aber gut, ich habe vergessen zu fragen, warums nur Peterle gibt.

Also, da ich eh immer nur Pelmeni bestelle, besuche ich als nächstes in Karlsruhe die „Pelmeneria“. Da gibt es alles, was ich eigentlich vom Russen will. Nämlich Pelmeni und Schaschlik.

Juli 14, 2022   No Comments

Die neue Grundsteuer

Ich bin ehrlich begeistert.
Ab 2. Juli könne man das über MeinElster.de, die Steuerseite, erledigen.
Ich kann mich im Moment, Stand heute, schon den ganzen Tag lang nicht dort anmelden.
Ich bin auch nicht besonders zuversichtlich, dass das irgendwann diesen Monat noch gelingen könnte.
Der Rest meiner Gedanken dazu ist nicht zur Veröffentlichung bestimmt, da darin ein paar Gewaltfantasien enthalten sind.

Juli 11, 2022   No Comments