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Und natürlich nochmals: Frohe Ostern!

April 19, 2020 No Comments
Barmherzigkeitssonntag – ein Nachtrag
Meine lieben Freunde in Kloster Waghäusel bei Bruchsal haben jetzt auch einen eigenen Youtube-Kanal und feiern heute Abend um 19 Uhr im YouTube-Livestream die heilige Messe (NO).
Haltet durch! Es wird alles auch wieder anders werden. Alles geht vorüber!
Gott allein genügt.
April 19, 2020 No Comments
Barmherzigkeitssonntag
Heute wäre normalerweise für viele katholische Kinder die Erstkommunion. Man nennt den Sonntag nach Ostern auch „Weißen Sonntag“. Doch im Jahre des Herrn 2020 ist das alles anders, vielleicht sogar so, wie es einstmals vor dem 4. Jahrhundert war, zu Zeiten der Christenverfolgung: Keine heiligen Messen, keine offiziellen öffentlichen Taufen, keine Erstkommunion. Dafür viel Hauskirche, denn „wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, bin ich mitten unter ihnen.“ Diese Zusage war noch nie so wichtig und wesentlich wie heute – auch wenn wir unsere heiligen Messen furchtbar vermissen (und vermutlich künftig KEINEN Sonntag mehr müßig ausschlafen werden, weil wir womöglich – der eine oder die andere – zum ersten Mal gemerkt haben, wie schlimm es ist, nicht gehen zu KÖNNEN, und was für ein Privileg es doch ist, gehen zu dürfen.)
Diese Zeit ist auch eine sehr gnadenreiche Zeit, vielleicht hat das auch schon so mancher Agnostiker oder Atheist festgestellt. Wir kommen zum Wesentlichen: Zum Hier und Jetzt. Natürlich drehen wir uns gedanklich in Angst und Panik an manchen Tagen nur noch im Kreis. Aber es gibt auch gute Tage: Tage, in denen wir zuversichtlich sein können, morgens aufstehen, sei es nur aus dem Grund, weil wir unser Sportprogramm erfüllen wollen (bei mir 30 Minuten Walking, danach kalter Kneippguss – wirkt wunderbar und stärkt die Abwehr, Hochwürden Kneipp hat damit sogar seine Lungentuberkulose ausgeheilt).
Unser evangelischer Pfarrer betreut seine Gemeinde via eines öffentlichen Briefkastens, diese US-style Geschichte, die Klappe kann jeder nach Belieben öffnen, darin finden sich ganz wundervolle Impulse plus Gebet und Segen zu den hohen Festtagen, auch zum heutigen Weißen Sonntag gab es wunderschöne Gedanken.
Mein katholischer Beichtvater verschickt via WhatsApp zweiminütige Impulse, die mir zur Zeit mehr geben als jede lange Predigt.
Und es gibt noch ein paar gute Nachrichten:
Meine alten Weggenossen und Kampfgefährten aus der katholischen Bloggerszene schreiben wieder. Wenn jetzt noch Scipio wieder anfinge, hätten wir eine Troika.
– Hier geht es zu St. Dymphnas Gedankenwelt – und wie der Name schon sagt, Sankt Dymphna ist die Schutzpatronin der Geisteskranken, sind die Beiträge wundervoll abseitig, authentisch, ehrlich, ungewöhnlich und dabei strikt katholisch. (Übrigens haben wir Katholiken sogar auch eine heilige Corona, eine Schutzpatronin gegen Seuchen, was bedeutet, das wir strikt an persönliche Zuständigkeiten und Kompetenzen glauben. Die Leute, die uns helfen, sind zwar schon tot, aber dafür kompetenter als so manche Sozialpädagogen oder Europapolitiker.)
– Hochwürden Alipius bloggt auch wieder, was mich besonders freut, denn sein Stil ist einfach pur „die Achtziger Jahre“, lässig, ein bisschen hochtoupiert und dann gesprayt, sehr selbstironisch.
April 19, 2020 No Comments
Frohe und gesegnete Ostern
Mitten im Osterjubel – wir sind ja erst in die Oktav eingetreten – ein kleiner Rückblick, eine starke Meditation unseres emeritierten Papstes aus dem Jahre 2009 anlässlich des Kreuzwegs am Kolosseum. Es sind lichte Worte, die eine besondere Aktualität gerade jetzt in dieser Zeit haben, fand ich.
>>Am Ende des dramatischen Berichts der Passion vermerkt der Evangelist Markus: »Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand,ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieserMensch war Gottes Sohn« (Mk 15, 39).
Das Bekenntnis des Glaubens dieses römischen Soldaten, der bei den verschiedenen aufeinanderfolgenden Phasen der Kreuzigung zugegen war, muss uns überraschen. Als die Dunkelheit der Nacht über diesen in der Geschichte einmaligen Freitag hereinzubrechen begann, als das Opfer des Kreuzes schon vollzogen war und die Anwesenden sich beeilten, um das jüdische Pascha planmäßig feiern zukönnen, da erklangen in der Stille angesichts jenes ganz einzigartigenTodes die wenigen Worte aus dem Munde eines namenlosen Hauptmanns der römischen Truppe. Dieser Offizier der römischen Truppe, der der Hinrichtung eines von vielen zum Tode Verurteilten beigewohnt hatte, konnte in jenem Gekreuzigten den Sohn Gottes erkennen, der in ganz erniedrigender Verlassenheit verstorben war. Sein schändliches Ende hätte den endgültigen Triumph des Hasses und des Todes über die Liebe und das Leben bedeuten sollen.
Aber so war es nicht! Auf Golgata erhob sich das Kreuz, an dem ein bereits toter Mann hing, aber der Mann dort war der »Sohn Gottes«, wie der Hauptmann bekannte – »als er ihn auf diese Weise sterben sah«, präzisiert der Evangelist.Das Glaubensbekenntnis dieses Soldaten wird uns jedes Mal,wenn wir die Leidensgeschichte nach Markus hören, wieder vorgelegt.[…]
Wir haben wieder die tragische Geschichte eines Mannes nachempfunden, der einzig ist in der Geschichte aller Zeiten und der die Welt verändert hat, indem er nicht andere tötete, sondern sich selbst ans Kreuz gehängt töten ließ. Dieser Mensch, der scheinbar einer von uns ist und der bei seinem Tod seinen Henkern vergibt, ist der »Sohn Gottes«, der – wie der Apostel Paulus uns erinnert– »nicht daran festhielt, wie Gott zu sein, sondern sich entäußerte und wie ein Sklave wurde … sich erniedrigte und gehorsam war bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz« (vgl.Phil 2,6-8).
Das schmerzliche Leiden des Herrn Jesus muss selbst die härtesten Herzen zum Mitleid bewegen, denn es bildet den Gipfel der Offenbarung der Liebe Gottes zu einem jeden von uns. Der heilige Johannes bemerkt: »Gott hat die Welt so sehr geliebt, dasser seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt,nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat« (Joh 3,16).Aus Liebe zu uns stirbt Christus am Kreuz!
Im Laufe der Jahrtausende haben sich Scharen von Männern und Frauen von diesem Geheimnis anziehen lassen und sind Ihm gefolgt. Dabei haben sie ihrerseits wie Er und dank seiner Hilfe das eigene Leben zu einer Gabe für die Mitmenschen gemacht. Es sind die Heiligen und die Märtyrer, von denen viele uns unbekannt bleiben. Wie viele Menschen vereinen auch in unserer Zeit in der Stille des täglichen Lebens ihre Leiden mit denen des Gekreuzigten und werden zu Aposteln einer echten geistlichen und gesellschaftlichen Erneuerung!
Was wäre der Mensch ohne Christus? Augustinus stellt fest:»Du fändest dich immerzu im Elend, wenn er dir nicht Erbarmen erwiesen hätte. Du wärst nicht wieder zum Leben gekommen,wenn er nicht mit dir den Tod geteilt hätte. Du wärst zugrundegegangen, wenn er dir nicht zu Hilfe gekommen wäre. Du wärst verloren, wenn er nicht gekommen wäre« (Sermo 185,1). Warum also nehmen wir Ihn nicht in unserem Leben auf? Verweilen wir […], um sein entstelltes Antlitz zu betrachten: Es ist das Antlitz des Schmerzensmannes, der all unsere tödlichen Ängste auf sich geladen hat. Sein Angesicht spiegelt sich in dem jedes gedemütigten und beleidigten, kranken und leidenden, einsamen,verlassenen und verachteten Menschen. Durch sein Blutvergießen hat er uns von der Knechtschaft des Todes befreit, hat die Einsamkeit unserer Tränen gesprengt, ist in all unser Leid und in all unsere Sorgen eingetreten.[…] Während das Kreuz auf Golgata emporragt, geht der Blick unseres Glaubens voraus zum Anbruch des neuen Tages, und wir kosten schon die Freude und den Glanz von Ostern. »Sind wir nun mit Christus gestorben«, – schreibt der heilige Paulus – »so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden« (Röm 6,8).
In dieser Gewissheit gehen wir unseren Weg weiter.
Benedikt XVI., Kreuzweg am Kolosseum, Karfreitag am 10. April 2009<<
April 14, 2020 1 Comment
ARD Extra heute Abend – mit Bericht vom La Vittoria
Gerade lief ARD Extra zur Corona-Lage. Ich schaltete zufällig rein und freute mich, mehr oder weniger, zu sehen, dass man im „La Vittoria“ gewesen ist, hinten den Kolonnaden, immer ein Treffpunkt von Journalisten und Geistlichkeit in Rom mit meist hervorragender Küche. Wie oft war ich schon dort. Gleich um die Ecke liegt das Büro meines Chefredakteurs vom Vatican-Magazin.Wie viele schöne Stunden haben wir dort schon verbracht.
Claudio, der Inhaber, war trotz Schutzmaske zu erkennen und offenbar bei bester Gesundheit, die Räumlichkeiten natürlich menschenleer – ihm entgeht gerade das große Ostergeschäft.
Für alle, die das „La Vittoria“ und Claudio kennen und schätzen, aber auch für jene die es/ihn nicht kennen, hier der Link zur ARD-Reportage.
Jens Spahn einfach überspringen 😉
April 9, 2020 No Comments
Der Kreuzweg – Meditationen von Erzbischof Georg Gänswein
mit Zeichnungen von Auguste Moede-Jansen.
Leseprobe hier:
II. STATION: JESUS NIMMT
DAS KREUZ AUF SEINE
SCHULTER
Jesus erscheint oberhalb der Treppe vom
Palast des Pilatus. Blutüberströmt, mit einem
blutroten Soldatenmantel. Wankend.
Er stolpert die Stufen hinab. Daumenlange
Dornen sind ihm unter die Kopfhaut gefahren,
rings um sein Augenlicht. Seht,
diesen Menschen! Sein Blut tropft auf den
weißen Marmor. Fast scheint er hier, am
Anfang des Kreuzwegs, schon zu stürzen,
mitten auf der Treppe. Ein Legionär trägt
seinen Schuldspruch auf einer Holztafel
vor ihm herab: „Jesus von Nazareth, König
der Juden“.
Unten im Hof trifft er zwei andere Verurteilte,
die auch „ans Kreuz gehen“ wie
die Römer diesen Weg nennen. Kräftige
Wegelagerer, Dismas und Gestas, die wegen
Mordes nun selbst das Leben verlieren.
Sie wurden nicht ausgepeitscht, nicht mit
einer Dornenkrone verhöhnt. Zwischen
diese Mörder wird Jesus nun eingereiht.
Er scheint fast zusammenzubrechen, als
Legionäre ihm das schwere Kreuzesholz
auf die Schulter heben, wankt noch einmal
und stolpert aus dem Hof des Palastes auf
die Straße hinaus, zu seinem letzten Weg
Bestellbar bei: Fe-Medienverlags GmbH, Hauptstraße 22, 88353 Kißlegg
Tel. 07563-608998-0, Fax: 07563-608998-9, E-Mail: bestellung@fe-medien.de, www.fe-medien.de
April 6, 2020 No Comments
Ich entschuldige mich für die Strapaze,
aber wenn ich höre, wieviel Schutzmasken, wieviel Schutzkleidung, wieviel Beatmungsgeräte alleine in Deutschland fehlen, dann muss ich leider dezidiert sagen:
Unter Helmut Schmidt wäre das nicht passiert.
Mir fiele noch ganz viel ein, um diese These weiter auzuführen. Allein, es hat keinen Sinn.
Deshalb lass ich es halt grad. Verbleibe aber mit dem Hinweis darauf, dass Schmidt Offizier und kriegserfahren war (übrigens aus der Hitlerjugend ausgeschlossen wurde).
Der Rest dieses Bundesjodelkabinetts ist es nicht. Gleichzeitig möchte ich gerne einräumen, dass wir insgesamt international ja noch gut dastehen – also nicht nur motzen.
Es gibt auch Positives.
April 3, 2020 No Comments
Online-Messen
Neben der Möglichkeit, den youTube-Kanal aus Altötting zu verfolgen und so die Heiligen Messen aus der Gnadenkapelle live mitzufeiern oder um 15 Uhr den Rosenkranz zu beten, gibt es auch noch die Möglichkeit, den Livestream der Heiligen Messe aus dem westpfälzischen „Altötting“ – nämlich dem wundervollen Wallfahrtsort Maria Rosenberg, den ich ebenfalls schon im Vatican-Magazin als Heiligtum der besonderen Art vorgestellt hatte – , täglich um 10 Uhr zu verfolgen.
Es zelebriert ein guter und lieber Bekannter, Hochwürden Pfarrer Volker Sehy.
Ganz wichtig (nicht nur) für unsere orthodoxen Geschwister: Die Nonnen vom Kloster der heiligen Großfürstin Elisabeth in Buchendorf, bei denen ich letztes Jahr zu Gast sein durfte, übertragen jetzt sämtliche Gebete sowie die Göttliche Liturgie ebenfalls live:
Die Gottesdienste werden online übertragen auf https://www.facebook.com/Orthodoxes.Frauenkloster.
Nächste Übertragungen der Klostergottesdienste:
Sa, 04.04.20, 04.00: Morgengottesdienst mit Akathistos-Hymnos an die Allhl. Gottesgebärerin •
Stundenlesungen, Göttliche Liturgie
Sa, 04.04.20, 17.00: Vigil zum 5. Fastensonntag: Ged. der hl. Maria von Ägypten
So, 05.04.20, 06.40: Stundenlesungen, Göttliche Liturgie
Mo, 06.04.20, 17.00: Vigil zum Fest der Verkündigung an die Allhl. Gottesgebärerin
Di, 07.04.20, 08.00: Stundenlesungen, Typika, Abendgottesdienst mit Hl. Liturgie zum Fest
Weitere Infos auf der Internetseite des Klosters
April 3, 2020 No Comments
Vatican-Magazin Osterheft

Mit einem beeindruckenden Titelbild, einer redaktionellen Ausnahmesituation, weil der Chefredakteur in den Sabiner Bergen zuhaus bleiben muss und meinem Artikel über den Traum der Frau des Pontius Pilatus – wunderschön bebildert, danke!

April 2, 2020 2 Comments
Dass es mit dem so genannten Corona
nicht witzig werden würde, realisierte ich ungefähr vor vier Wochen. Ich war gemütlich in Reha wegen eines Tinnitus.
Da fiel mir siedendheiß ein, dass unter meinem WhatsApp Profil ja stand: „Gimme a cool corona.“
Es stand zum einen da, weil ich, unter italienischer Sommerhitze leidend, sehr gerne mal eine Flasche eiskaltes Corona-Bier mit einem Zitronenschnitz im Flaschenhals zu mir nehme und es gab ja mal einen Popsong dazu, den ich auch sehr mag und rockig finde.
Zweitens fand ich das Wortspiel als Katholikin recht genial, denn corona nennt man auch den Rosenkranz in Italien.
Ab einem bestimmten Zeitpunkt wohl Anfang März wurde mir dann klar, dass niemand mehr meine Anspielung witzig finden würde/könnte. Übrigens ein Grund, warum ich sowieso nicht mehr groß in den sozialen Medien unterwegs bin. Also änderte ich das hektisch. Bevor ich von wem auch immer deswegen angepfiffen werden konnte.
April 1, 2020 No Comments