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Die Weiße Rose – Christoph Probst – ein Flugblattentwurf

„Stalingrad! 200 000 deutsche Brüder wurden geopfert für das Prestige eines militärischen Hochstaplers. Die menschlichen Kapitulationsbedingungen der Russen wurden den geopferten Soldaten verheimlicht. General Paulus erhielt für diesen Massenmord das Eichenlaub. Hohe Offiziere haben sich im Flugzeug aus der Schlacht von Stalingrad gerettet. Hitler verbot den Eingekesselten, sich zu den rückwärtigen Truppen zurückzuziehen. Nun klagt das Blut von 200 000 dem Tod geweihten Soldaten den Mörder Hitler an. … Und wollt Ihr euch genauso belügen lassen wie die 200 000 Mann, die Stalingrad auf verlorenem Posten verteidigten? Dass Ihr massakriert, sterilisiert oder Eurer Kinder beraubt werdet? … Heute ist ganz Deutschland eingekesselt wie es Stalingrad war. Sollen den Sendboten des Hasses und des Vernichtungswillen alle Deutschen geopfert werden? Ihn, der die Juden zu Tode martert, die Hälfte der Polen ausrottete, Russland vernichten wollte, ihm, der Euch Freiheit, Frieden, Familienglück, Hoffnung und Frohsinn nahm und dafür Inflationsgeld gab. Das soll, das darf nicht sein! Hitler und sein Regime muss fallen, damit Deutschland weiterlebt!“

Für diesen Flugblattentwurf – es war das siebte – wurde Christoph Probst, der sich noch im Gefängnis katholisch taufen ließ, am 22. Februar 1943 von den Henkern des Nazi-Regimes hingerichtet. Probst war Mitglied der Weißen Rose und junger Vater von drei Kindern.

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