Journalistin und Autorin

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Die Rheinpfalz über mein Buch „Konvertiten. Ergreifende Glaubenszeugnisse“

>>Wenz hat einen Blick für absonderlich und außergewöhnlich erscheinende Ereignisse und Erfahrungen, und sie versteht es, sie lebendig zu schildern. << Aus dem Artikel in der Rheinpfalz vom 7.9.16 im Nachgang zu meiner ersten Lesung von "Konvertiten. Ergreifende Glaubenszeugnisse."

September 9, 2016   No Comments

Beginn meiner Sommerserie „Orthodoxie in Deutschland“

Für „Die Tagespost“ arbeite ich derzeit an einer Artikelserie über Orthodoxe in Deutschland. Der erste Artikel in der Reihe ist gestern nachmittag bzw. heute erschienen und beschreibt meine Eindrücke beim Besuch der russisch-orthodoxen Gemeinde der Verklärungskirche in Baden-Baden.
„Eine orthodoxe Insel im Schwarzwald“ – zum Artikel geht es hier.

Außerdem habe ich einen Blogbeitrag von Kardinal Dominik Duka, dem Erzbischof von Prag, für „Die Tagespost“ aus dem Tschechischen ins Deutsche übersetzt (nur für ePaper-Abonnenten), der zuletzt schwere Wellen in der tschechischen Kirche geschlagen hat. Dazu ein Hintergrund hier.

August 18, 2016   No Comments

Konvertiten – Ergreifende Glaubenszeugnisse ist Buchtipp von Radio Vatikan

Am 6. August 2016 hat Radio Vatikan ein Interview mit mir gesendet und online gestellt und gleichzeitig mein Konvertitenbuch als „Buchtipp“ präsentiert.

Im November 2014 war bereits „Das Farnese-Komplott“, mein Vatikan-Krimi, Buchtipp von Radio Vatikan deutsche Sektion geworden.

Hier der Link zum Interview.

August 12, 2016   No Comments

Zum Mord an Père Jacques Hamel – Erzmärtyrer

father jacques

Juli 27, 2016   No Comments

Eine Beobachtung

Gestern eine Stunde lang einer emsigen Spinne zugesehen, die ein äußerst perfektes Netz zwischen Oliven- und Granatapfelbaum spann. Es war faszinierend. Ich meine, kleine Vögel lernen fliegen mit ihren Eltern, aber wer bringt kleinen Spinnen das exakte und diffizile Weben von kunstreichen Netzen bei? Sie können es einfach – und man kann nicht einmal von „Instinkt“ reden, der ja irgendwie mehr so an Hunde oder Katzen denken lässt. Mein Glaube an den Schöpfergott erhielt einen gewaltigen Schub. Im Gegensatz zur Spinne aber wusste ich, dass ein verheerender Sturm mit Gewitter über Nacht kommen würde. Ich machte mir Sorgen, das Netz, mühsam erstellt, würde sicher zerstört werden. Es wurde zerstört. Die Arbeit ihres Abends trug keine Früchte, sondern wurde in einer Nacht, in wenigen Minuten, zerstört. Ich wusste das durch Zufall, weil es ja Wettervorhersagen bei uns gibt. Die kleine Spinne nicht. Wenn sie es überlebt hat, wird sie heute ein neues Netz gesponnen haben.Und vielleicht glücklich über ein Frühstück morgen sein.
Das ist ein Gleichnis.

Juli 21, 2016   No Comments

SOMMERAKTION

****SOMMERAKTION****

Wer ein persönlich signiertes Exemplar des „Farnese-Komplotts“ (Radio Vatikan Buchtipp November 2015) oder ein persönlich signiertes Exemplar meiner Neuerscheinung aus April 2016 „Konvertiten. Ergreifende Glaubenszeugnisse“ – oder beides – erstehen möchte, zusammen mit einer wahlweise würzigen, einer süßen oder einer hochprozentigen Kleinigkeit, möge sich bitte hier im Kommentarbereich melden oder via b.wenz1967[@]gmail.com – eckige Klammern weglassen.
Alles Weitere dann per Mail.

Juli 14, 2016   No Comments

Der heilige Padre Pio von Pietrelcina ermutigt zum Gebet

„Schließe die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist“

Beim Beten und bei der Meditation sei gewissenhaft. Du hast mir gesagt, dass du damit schon angefangen hast. Das ist ein ganz großer Trost für einen Vater, der dich so liebt wie sich selbst. Mach also so weiter mit dieser Übung, Gott zu lieben. Mach jeden Tag einen Schritt mehr: nachts, beim schwachen Schein der Lampe, in deinen Schwachheiten und der geistigen Trockenheit – oder bei Tage, in der Freude und dem Licht, das die Seele erstrahlen lässt.

Wenn du kannst, sprich im Gebet mit dem Herrn, preise ihn. Wenn es dir nicht gelingt, weil du im geistlichen Leben noch nicht weit genug fortgeschritten bist, dann mach dir keine Sorgen; schließ dich in dein Zimmer ein und bring dich in die Gegenwart Gottes. Er wird dich sehen und deine Gegenwart und Stille zu schätzen wissen. Dann nimmt er dich bei der Hand, spricht mit dir, geht die hundert Schritte in den Laubengängen dieses Gartens, nämlich des Gebets, und du wirst Trost finden. Einfach in der Gegenwart des Herrn bleiben, um zu bekunden, dass wir seine Diener sein wollen: das ist eine ausgezeichnete geistliche Übung, die uns auf dem Weg zur Vollkommenheit Fortschritte machen lässt.

Wenn du im Gebet mit Gott verbunden bist, prüfe, wer du wirklich bist; sprich mit ihm, wenn du kannst, und wenn es dir nicht möglich ist, sei still, bleibe vor ihm. Unternimm keine weiteren Versuche.

[via Evangelium Tag für Tag

Juni 15, 2016   No Comments

Konvertiten. Ergreifende Glaubenszeugnisse – Rezi und Interview

Zu meinem im April im Media Maria Verlag erschienen Buch „Konvertiten. Ergreifende Glaubenszeugnisse“ gibt es eine Rezension auf dem Portal kath.net von Hans Jakob Bürger: „Die vorgestellten Konvertiten aus dem 19. und 20. Jahrhundert sind uns alle irgendwie bekannt – und doch erfahren wir Neues über sie. Die Autorin hat akribisch recherchiert und enttäuscht nicht, wenn sie, wie im Titel genannt, ergreifende Glaubenszeugnisse anbietet. Ein empfehlenswertes Buch liegt vor uns, kurzweilig und spannend, lebensnah und doch ausgestattet mit jener Portion Frömmigkeit, die auch Nichtgläubige und Nichtchristen ergreifen könnte.“
Zur ganzen Rezension geht es hier.

Weiterhin hat die Nachrichtenseite zenit.org ein Interview mit mir dazu veröffentlicht:
„Frau Wenz, von den elf Konvertiten, welche Geschichte hat Sie persönlich am meisten beeindruckt? Und weshalb?
Barbara Wenz: Das war sicher Paul Takashi Nagai, wie bereits erläutert. Einfach wegen der schicksalhaften Umstände, in denen er sich wiederfand. Die ungewöhnlichste und zugleich auch traurige Geschichte fand ich auch die von Israel Eugenio Zolli, dem ehemaligen Oberrabbiner von Rom. Dieser Mann hat bei seiner christlichen Taufe den bürgerlichen Vornamen von Papst Pius XII. angenommen, ein Umstand, der all jene, die an die Geschichte, wie sie von Rolf Hochhuth dargestellt wurde, glauben, eigentlich aufmerken lassen sollte. Zolli starb weitgehend vergessen: Von der jüdischen Gemeinde ausgestoßen, von der modernen Geschichtsschreibung übergangen – dabei hätte er so viel zu sagen gewusst über die Zeit der deutschen Besetzung Roms. Ich hätte ihn gerne kennen gelernt. Das kann ich zwar von allen Konvertiten in meinem Buch ganz ehrlich sagen, aber von ihm ganz besonders.“
Zum ganzen Interview auf zenit.org geht es hier.

In Kürze wird es auch ein Interview mit Radio Vatikan zu meinem neuen Buch geben.

Mai 31, 2016   No Comments

С Праздником!

Die russisch-orthodoxe Kirche feiert, wie auch die anderen orthodoxen Kirchen an diesem Sonntag Palmsonntag, also den Einzug des Herrn in Jerusalem.

Allen orthodoxen Geschwistern eine gesegnete Karwoche!

April 24, 2016   No Comments

Zu Gast bei den Trappistinnen in Kloster Gethsemani

Tiefe Nacht über dem pfälzischen Donnersberg. Es ist noch Winter, ganz in der Frühe, vor drei Uhr. Die Bäume auf dem Gelände des Klosters Gethsemani sind ohne Blätter und geben den Blick in die weite Ebene frei. Früher gab es wenige Lichter dort, doch in den Jahren sind mehr hinzugekommen. Am Alarmierendsten erscheinen die roten Positionslichter der Windräder, die sich nun wie eine feindliche Wand formieren. Oder ist diese Wand gar nicht feindlich, sondern imitiert lediglich das rote Licht, welches ohne zu ermüden vor dem Allerheiligsten im Oratorium brennt? Es ist dunkle Nacht, die Sonne denkt noch nicht daran aufzugehen. Unten im Tal glühen die Lichter der Menschen. Positionslichter der Gier oder der Nachhaltigkeit? Womöglich gibt es einen Tag, an dem all dies zerfällt. Doch der seit Jahrhunderten von Sagen umwobene Donnersberg wird bestehen bleiben. Er ist ein Ort des Heils – die Trappistinnen haben dort ein ehemaliges Sanatorium für lungenkranke Kinder übernehmen dürfen. Ihr Oratorium ist sparsam geschmückt mit einer Pieta und einem Kreuz. Und vielen Kerzen. Mitten in der Nacht, während unten im Tal die ambivalenten roten Positionslichter glühen, brennt hier vor dem Allerheiligsten eine schlichte Kerze. Es duftet nach Weihrauch, nach Kerzenwachs und Honig. Sieben Schwestern sitzen in ihren Chormänteln, deren Ärmel fast bis zum Boden reichen, denn nach der Tradition sollen ihre Hände wie Engelshände beim Beten bedeckt sein. Vor der Pieta glimmen die Kerzen. Draußen, vor dem Fenster, hat sich ein leiser Schneefall erhoben. Er wird sich zu einem kleinen Sturm auswachsen – am Berg gehen die Wetter entlang. Und drinnen, in diesem duftenden Gehäuse der Geborgenheit, sitzen die Schwestern in vollkommener Stille und halten Nachtwache.
Für uns moderne Menschen ein schwer verständliches Opfer – auch die Schwestern wissen, dass es eine besondere Härte ist, der sie sich unterziehen und sie versichern Besuchern, diese müssten bestimmt nicht um drei Uhr nachts zur Wache erscheinen. Doch warum sollte jemand einen der strengsten Orden besuchen, wenn er sich diesem seelischen Abenteuer nicht aussetzen möchte? Eine Dreiviertelstunde lang für den Herrn – eine Ölbergstunde in der Nacht, wenn sie am finstersten ist. Jeder sollte das einmal mitgemacht haben. Die Schwestern beten in aller Stille für Menschen, die nicht schlafen dürfen zu dieser Stunde, weil sie arbeiten müssen. Für Menschen, die nicht schlafen können, weil sie psychische Probleme haben oder erkrankt sind. Schließlich beten sie auch für Kranke, für Sterbende. Denn alle Kulturen wussten und wissen, dass in dieser Zeit, von drei bis vier Uhr nachts, die Stunde des Ölbergs ist. Nicht nur Jesus hat gewacht. Sieche und Moribunde hauchen insbesondere um diese Zeit ihr Leben aus, gehen hinüber. Die Schwestern bedenken dies schweigend, tragen diese Anliegen und die Anliegen der Angehörigen vor Gott.
Doch in erster Linie sind sie zuhause am Donnersberg, ihrem Ölberg. Wo sie versuchen, Jesus zu begleiten, der in die höchste menschliche Not geraten ist, die man sich denken kann. Wo in einem wunderschönen Olivenhain einst seine Schweißtropfen wie Blut zur Erde fielen. Wo Gott in der menschlichen Natur, die er angenommen hatte, Todesangst und Leid und Furcht ausstehen musste, ohne, dass ihm jemand beistand.
Man wird durch das stille Gebet der Schwestern in alles hineingenommen, während unten im Tal sich die Windräder drehen. Die Mutter Oberin rät mir freundlich, dass es am besten wäre, nach der Vigil, die sich an die stille Nachtwache anschließt, und von so gut wie keinem Orden mehr in der Kirche gebetet wird, ins Bett zu legen. Ich könne schließlich um 7 Uhr zur Laudes mit anschließender Frühmesse gut wieder aufstehen. Die Schwestern ihrerseits halten lectio divina, und tatsächlich merke ich, wie der Geist rege geworden ist durch das anhaltende Stille Gebet und die anschließende Vigil. Ich sollte die Heilige Schrift lesen, jetzt, wie die Schwestern alle auch. Aber letztlich siegt meine Trägheit.

Als ich pünktlich zur Laudes kurz vor Sieben wieder aufstehe, ist die Welt wie verzaubert. Es gab noch mehr Schnee. Ich stapfe zum Oratorium und beobachte durch dessen Fenster die vielen Vögel, die sich draußen im Garten an den Futterstellen versammeln.
Die Frühmesse ist erfrischend und erfreulich schlicht, und gleich danach bekomme ich das, wonach ich schon seit Stunden lechze: Eine Kanne Kaffee, Brot, Käse, Marmelade, alles hausgemacht. Darüber versäume ich die Terz. Doch die Mutter Oberin hat mir einen Gesprächstermin eingeräumt, und so verweilen wir uns bei den schönen Dingen: Den Paramenten, den Stickereien, den vielen schönen Kleinigkeiten, die hier hergestellt werden. Ich bin beeindruckt. Besonders, als mir die Mutter Oberin eine Werkstatt zeigt, in der uralte Devotionsfahnen per Hand restauriert werden. Die Schwester, die damit zugange ist, erklärt mir: Diese Gemeinde kenne ich persönlich, so ist es noch leichter, während der Arbeit für alle zu beten.
Als ich heimfahre, ist der Schnee weggetaut, was ein Glück ist. In meiner ersten Nacht zuhause erwache ich kurz vor Drei und will aufstehen. Rechtzeitig fällt mir ein, dass ich nicht mehr in Gethsemani bin. Ich sende einen guten Gedanken an meine Schwestern, die Trappistinnen. Dann drehe ich mich in der Gewissheit wieder um, dass sie wachend und hellhörig sind und für mich, für uns alle und für die ganze unruhig und unruhevoll sich drehende Welt mitbeten.

April 2, 2016   No Comments