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Abt Tryphon: Leben ohne Angst (Blogeintrag)

Es gibt jede Menge Gemeinschaften auf der Welt, die alle auf Angst gegründet sind. Einige sind religiöser Natur, andere politischer. Alle schießen am Ziel vorbei, was die Botschaft der Kirche betrifft.
Wir Christen sind nicht darauf programmiert, Opfer zu sein, die in Angst leben. Für Christen ist unser wahres Selbst dasjenige, welches als Abbild und in der Ähnlichkeit Gottes erschaffen wurde. Als Kinder des Allerhöchsten sind wir dazu bestimmt, nicht in Angst zu leben, sondern in der Freude, in der wir die Liebe Gottes kennen und erfahren dürfen.
Unser Gott ist kein Gott des Zorns und der Vergeltung, sondern jemand, der uns zu einer Beziehung einlädt, die auf liebendem Austausch basiert. Er wartet nicht darauf, Feuer auf uns herabzusenden als ein zorniger Vater, sondern er entspricht vielmehr dem liebenden Vater, der sich wüncht, dass wir uns in der Wahrhaftigkeit nähern, nicht in den vielen Masken, die wir tragen.
Wenn wir uns nur auf Probleme fokussieren, verfehlen wir unser Ziel. Wenn wir stets nur die negativen Dinge in unserem Leben betrachten wie etwa der Kampf gegen eine bestimmte Sünde, oder wenn wir in negative Denkmuster geraten, dann scheitern wir damit, unser wahres Selbst zu leben
Viele Therapeuten halten ihre Patienten in einem koabhängigen Status, indem sie sie pathologisieren. Politische Parteien halten sich oft an der Macht indem sie mit den negativen Zuschreibungen arbeiten, die sie für die Opposition geschaffen haben. Religionen machen oft das gleiche, sogar mit ihren eigenen Gläubigen, sie halten sie gefangen in einem negativen Schema, das keinerlei spirituelles Wachstum erlaubt, welches die Gläubigen heilen würde und sie zum geistlichen Wohlbefinden führen würde.
Gemeinschaften, die Angst gegründet sind, nutzen diesen Missbrauch, um die Menschen bei der Stange zu halten, sie belassen sie in einem unaufhörlichen Kindstadium, in dem es ihnen unmöglich gemacht wird, ihr volles Potential auszuschöpfen und das verhindert, dass sie ihr wahres und eigentliches Ich erfahren können. Diese Gemeinschaften, politische wie religiöse, verhindern das Erblühen von Persönlichkeiten.
Gott lädt uns ein, unsere Leben als Seine Kinder zu führen und all die Gaben zu nutzen, die er uns für ein erfülltes Leben geschenkt hat. Für den Christen ist die Angst bezwungen, eben genau weil wir Seine Kinder sind. In der orthodoxen Kirche sind die Priester und Bischöfe dazu gerufen, die Gläubigen zu ermutigen, ihr Leben in Treue zu den Geboten Gottes zu leben, nicht weil es schwere Konsequenzen hätte, wenn sie es nicht tun, sondern wegen der großen Freude, die uns geschenkt wird, wenn wir in Gemeinschaft mit Ihm leben.

In Christi Liebe,
Abt Tryphon

[Übersetzung von mir – Originaleintrag hier]

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