Journalistin und Autorin

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Livestream mit Heiligen Messen und Eucharistischer Anbetung aus Altötting

Leserinnen und Leser des Vatican-magazins wissen, dass ich Altötting Mitte Januar in einer herrlich mystischen, mittwinterlichen Atmosphäre besucht habe mit wenig Pilgern, aber dafür ganz viel lichter Strahlkraft im Dunkel unserer Zeit. Der Artikel erschien im Februarheft dieses – bislang so unglückselig verlaufenden – Jahres 2020.

Für Katholiken und alle Christen ist es besonders schwer zu ertragen, dass wir gerade in der vorösterlichen Fasten- und Bußzeit des Trostes der heiligen Messe beraubt sind. Wie für alle anderen Menschen auch, wie auch für die Nichtglaubenden, die sich vielleicht anderer Tröstungen beraubt fühlen (Kinogänge, Fitnessstudio, Treffen mit Freunden in der Stammkneipe, beim Tapas-Spanier, zum Pizzaessen, einfach mal wieder zusammensitzen und eine Runde Kartenspielen oder Darten gehen und und und – auch wenn das natürlich völlig andere Tätigkeiten sind als ein Besuch der Heiligen Messe) müssen wir uns jetzt überlegen, wie wir weiter vorgehen wollen, müssen Struktur in unser Glaubensleben bringen wie auch in unsere Alltagsroutine.
Was das Glaubensleben betrifft, so haben wir jetzt dankenswerterweise die Möglichkeit, den Livestream aus der Altöttinger Gnadenkapelle zu verfolgen mit den täglichen Heiligen Messen, dem Rosenkranz, der Anbetung. Es schaut ein wenig statisch aus, aber wer genauer hinschaut, sieht deutlich, wie das rote Licht vorm Tabernakel flackert.

Da ich mein Überleben eines schwerwiegenden Unfalls Ende Januar der Fürbitte der Heiligen Gottesmutter von Altötting zuschreibe, die ich wenige Tage zuvor besucht hatte, ist das für mich eine besonders kostbare Gabe und ein Gnaden- Geschenk, das wir einem an sich bösartigen Virus verdanken, das ist das Paradoxe daran. Und so empfinde ich diese Zeit auch als eine ganz besondere Zeit, nicht nur des Schreckens und der Angst, sondern auch der Hoffnung und der Gnade – ein Geschenk, das wir nutzen dürfen und sollen.

Ich wünsche dem Livestream viele Zuschauer, nutzt die Zeit, mitzubeten, die Messe mitzufeiern, das Gnadenbild intensiv und ohne Zeitdruck immer wieder betrachten und darüber meditieren zu können. Die Herzen vieler bayerischer Könige sind in dieser Kapelle bestattet. Doch genau wie Tschenstochau ist es zwar ein Nationalheiligtum, doch gehört dabei der ganzen Welt.

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