{"id":914,"date":"2020-12-16T15:34:26","date_gmt":"2020-12-16T13:34:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.barbara-wenz.de\/?p=914"},"modified":"2020-12-16T15:34:26","modified_gmt":"2020-12-16T13:34:26","slug":"meine-heimat-suedpfalz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.barbara-wenz.de\/?p=914","title":{"rendered":"Meine Heimat S\u00fcdpfalz"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin ein Auenkind. Aufgewachsen inmitten von Landunter, \u00fcppig wuchernden Weiden, nur scheinbar &#8222;toten&#8220; Altrheinarmen. In einer Region Deutschlands, in der es unter der Woche mindestens einmal &#8222;Backfisch&#8220; gab, Neunauge und Wei\u00dffische so lange im \u00d6l fritiert (nat\u00fcrlich auf dem Holzofen meiner Oma, nicht in der elektrischen Friteuse), bis man die Gr\u00e4ten mitessen konnte (zum Aussortieren h\u00e4tte man eh keine Chance gehabt). Und war dann von einer &#8222;Kochet&#8220; S\u00fc\u00dfwasserfisch was \u00fcbrig, so wurden die panierten, fritierten kalten Fisch sauer eingelegt &#8211; \u00e4hnlich wie man Gurken sauer einlegt, und hatte dann noch eine zweite leckere Mahlzeit, begleitet von simplen Pellkartoffeln.<br \/>\nDas war aber alles allzu selbstverst\u00e4ndlich &#8211; deshalb fand ich es viel spannender, hinnenaus in de P\u00e4llzer Wall zu fahren, Burgen zu besichtigen, Kastanien und Pilze zu sammeln. Meine Heimat, die ich seit ungef\u00e4hr drei Jahren wieder neu entdecken lerne, hat so ziemlich alles: W\u00e4lder, Wiesen, Seen, Altrheinarme mit fast schon mystisch anmutendem Bewuchs, langgezogene Deiche, herrlich urige Ausflugslokale, liebenswerte, \u00e4u\u00dferst kommunikative Menschen mit einem Dialekt, der unglaublich viel Freiraum f\u00fcr eigene Sprachkreationen und ja, f\u00fcr poetisches Denken l\u00e4sst.<br \/>\nDie S\u00fcdpfalz.<br \/>\nVielleicht muss man sehr lange in der Weltgeschichte unterwegs sein (wenn der Pf\u00e4lzer von Weltgeschichte redet, meint er nie die Zeit, sondern immer nur ganz viele verschiedene Orte), um endlich wieder zuhause anzulanden.<br \/>\nNachdem ich sehr viel \u00fcber Italien geschrieben habe, haben mich die Zeitl\u00e4ufte wieder in meine herrliche Heimat verschlagen &#8211; und ja, ich kann sie jetzt wieder besser sch\u00e4tzen, denn in vielen Regionen Italiens gibt es keinen richtigen Wald &#8211; und ganz ehrlich, zweimal in der Woche ans Meer zum Fischessen fahren, ersetzt keinen Schoppen Rieslingschorle sauer mit einem Zanderfilet in passender Rieslingsauce.<br \/>\nAuf meinem vorweihnachtlichen Zettel steht schon seit geraumer Zeit das St\u00e4dtchen Bornheim in der N\u00e4he von Landau, das als &#8222;Krippendorf&#8220; bekannt ist. In meiner alten zweiten Heimat war dies allweihnachtlich ein borgho namens &#8222;Barbara&#8220;. Ein Ausflug nach dort war immer das highlight nicht nur in der Weihnachtszeit, schlie\u00dflich ist &#8222;Barbara&#8220; auch der heiligen Barbara geweiht und am 4. Dezember dr\u00f6hnte ein Festfeuerwerk \u00fcber die marchigianischen H\u00fcgel, das ich sogar bei mir zu haus noch h\u00f6ren konnte.<br \/>\nNun, das ist jetzt vorbei. Bornheim f\u00e4ngt immerhin auch mit B an.<br \/>\nIm Zusammenhang mit meinen Ausflugsvorbereitungen dorthin bin ich auf das Blog der <a href=\"https:\/\/www.pfalz-mama.de\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Pfalz-Mama&#8220;<\/a> gesto\u00dfen &#8211; und es hat mir gefallen. Es gibt Ausflugstipps, Guudes aus de Palz, die Pfalzmama ist auch in echt eine Mama, deshalb gibt es auch soliden Familiencontent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin ein Auenkind. 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