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Abt Tryphons „The Morning Offering“

Seit ich ihn entdeckt habe, vor fast eineinhalb Jahren, lese ich, wann immer ich kann, morgens nach meinen Gebeten als einen Impuls den neuen Beitrag in Abt Tryphons Blog „The Morning Offering“. Es ist ein orthodoxes englischsprachiges Blog, aber ich lese als römisch-Katholische mit stets neuem Gewinn. Außerdem schmückt er jeden Beitrag mit wunderschönen, idyllischen Bildern seines Klosters bei Washington.

Als ich mich noch nicht so intensiv mit der Orthodoxie beschäftigte, jetzt aber immer mehr auch im beruflichen Rahmen, ging ich eigentlich davon aus, das einzige, was uns, jedenfalls auf der rein theologisch-doktrinellen Ebene trennte, sei das Filioque.

Dem ist aber nicht so. Heute lese ich bei Vater Tryphon, dass die Orthodoxie das Konzept der Erbsünde nicht kennt (sowieso ein bisschen schwere Materie):

>>Although we do not refer to ourselves as “saved”, as do Evangelical Christians, we nevertheless believe that we are in need of salvation. (We believe salvation is a process.) Our understanding of sin in an ancestral way, which is distinct from the concept of original sin and the hereditary guilt that required, consequently, a substitutionary atonement-type of sacrifice, separates us doctrinally from Western Christianity.

Had there not been a fall, the Second Person of the Holy Trinity, the Logos (Word) would still have incarnated into the flesh and taken on our nature. For it is by this condescension by our Creator God to take on the nature of that which He created that we are given the opportunity of being deified (Saint Paul said we shall become as gods).<< Ich fand das eine äußerst interessante Aussage, obwohl ich dachte, die Erbsünde verstanden zu haben, finde ich es doch spannend, dass es noch ein anderes, altes Konzept dazu gibt, das sich als "sin in an ancestral way" umschreiben lässt. Hier zum Eintrag bei Abt Tryphon.

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