Journalistin und Autorin

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Ich wünsche uns allen

ein gesegnetes, friedvolles und frohes Weihnachtsfest.
Mögen sie auch ihre Kirchen zusperren und nicht mehr beheizen, die gesegnete Weihnacht hat schon unendlich viele Kriege überstanden, sie hat Pest und Cholera überlebt.
Weihnachten, das ist das schönste Fest, das wir kennen. Kaum einer kann sich seinem Zauber entziehen, noch so widrige Zeitläufte und noch so unbegabte Prediger und Oberhirten können es nicht zerstören. Das Geheimnis von Weihnachten entzieht sich jenen, die es verwalten wollen, und der Zauber der Menschwerdung wird von jenen erfasst, die in ihren Herzen Kinder geblieben sind – wenigstens für diese eine Nacht.
Den Lesern und Leserinnen, die eine Christmette besuchen, wünsche ich eine würdige Feier, die ganz auf das Mysterium der Menschwerdung fokussiert ist, ohne dünnes Gelaber zur Tagespolitik oder mahnende Verweise auf den tristen Alltag. Es ist die Zeit zu feiern, die Zeit, zu teilen, nicht unseren Frust und unseren Verdruss, sondern all das Schöne, das wir tief in uns tragen. Vergessen wir nie, dass es eine junge Mutter mit ihrem Kind war, die die Welt aus der finstersten Nacht erlöst und dafür gesorgt hat, dass unser Weihnachten jedes Jahr aufs Neue im tristesten Winter aufleuchtet und uns mit seinem Glanz tröstet und ermutigt. In dieser Nacht sind wir alle staunende Hirten, die schläfrig um ihre Feuer gelagert vom Engel geweckt werden, der uns ein kosmisches Wunder der Liebe verkündet.

All das und noch mehr wünsche ich uns allen.

Christnacht

Wieder mit Flügeln, aus Sternen gewoben, senkst du herab dich, o heilige Nacht; was durch Jahrhunderte alles zerstoben, du noch bewahrst deine leuchtende Pracht. Ging auch der Welt schon der Heiland verloren, der sich dem Dunkel der Zeiten entrang, wird er doch immer aufs Neue geboren, nahst du, Geweihte, dem irdischen Drang. Selig durchschauernd kindliche Herzen, bist du des Glaubens süßester Rest; fröhlich begangen bei flammenden Kerzen, bist du das schönste, menschlichste Fest.

Ferdinand von Saar

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