Journalistin und Autorin

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Category — Covid19 Pandemie

Corona – der Soundtrack

Schon seit einiger Zeit ergötze ich mich – wie ich zugebe – an der „Jerusalema Challenge“, allerdings natürlich vorwiegend an Videos dazu, die von diversen Polizeieinheiten erstellt wurden – weil es einfach witzig ist, wenn Jerusalema in voller Montur oder Uniform abgetanzt wird. Musikalisch finde ich den Song nicht besonders atemberaubend, das kann ich als jemand mit ruhigen Gewissen sagen, der 1985 noch die „Live Aid“-Konzert in Echtzeit am TV miterlebt hat.
Was es aber reißt ist der – zugegeben recht simple – Text. Denn der verweist auf Gott. Dass Jerusalem unsere Heimat ist, gemeint ist das himmlische Jerusalem, und dass wir keine Heimstatt hier haben, sondern unser Königreich dort ist.
Dass zu diesen Zeilen nun der halbe oder ganze Globus tanzt, kann man nicht wirklich schlecht finden. Man kann es, wenn man darüber meditiert, sogar wundervoll finden. (Man beachte auch die Wärmebildaufnahmen).

Januar 19, 2021   No Comments

Authentisch kochen ohne Chichi: Spaghetti Carbonara

Viel gibt es falsch zu machen bei diesem an und für sich enorm simplen Gericht. Ich habe zwanzig Jahre gebraucht, um aufzuhören, es zu kochen. Ich bereite es nur noch zu. Dann schmeckt es ganz von selbst – und wann immer mir das gelingt weiß ich, dass ich kochen kann.

Bei Spaghetti Carbonara kann man einige Fehler machen. Zuviel gehackte Zwiebel, zuviel Sahne, schlechter Supermarktspeck, die Sauce nach Hinzugabe des Eigelbs zu heiß halten, so dass es stockt und wir hernach praktisch Rührei mit einem Schuss Sahne auf den Spaghetti haben.

Wegen den Spaghetti mache ich nicht übermäßig heibei. Die Sorte, die ich bevorzuge, gibt es sogar in Italien nur ganz selten und ganz ehrlich gesagt sind die vom LIDL, die blauen, in einer ganz guten Qualität [Achtung. Dazu ein Update!*], mit der man zufrieden sein kann, wenn man sie nicht zerkocht. Das war nicht immer so, früher konnte man die kaum essen, aber jetzt ist es wirklich mehr als Okay.
Beim Speck darf man nicht den Fehler machen, auf den fertig geschnittenen zurückzugreifen. Man hole sich eine schöne Seite Bauchspeck, entferne die Schwarte und schneide anständige Würfelchen oder Schnitzelchen, je nach Belieben. Bei entsprechender Qualität braucht man für zwei Portionen Soße kaum eine halbe Handvoll Speck – in Italien war weniger schon immer mehr, bis auf wenige Ausnahmen. Diese Speckwürfel braten wir auf allerniedrigster Flamme mit einem satten Hieb Butter – ja es wird fett, aber wir essen ja dafür auch keine drei Leberkäsweck pro Tag – schön schmurgelig an und es tut mir leid für all jene, die irgendwelche Superinduktionsherde haben, am Besten gerät das wirklich auf einer echten Flamme unter einer Eisenplatte, auf der man die Pfanne auch mal ein bisschen hin und herschieben kann, um die Hitze zu regulieren. Ich mag das, denn alles, was ich drehen und anschalten muss, ist nicht so gut berechenbar wie eine saubere Flamme und eine schöne Herdplatte obendrüber. Gas ist wiederum auch nicht so ideal, da habe ich eine direkte Flamme und die ist sinnvoll um Steak zu braten, aber nicht, um irgendwas daherzuschmurgeln.
Zwiebeln braucht es gar nicht, die können wir aber trotzdem schön würfelig schneiden und an den Tomatensalat geben.
Den brutzelnden Speck schon mal schön mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen, auch hier bin ich nicht penibel, ich nehme die bunte Sorte, weil ich die am liebsten mag. Puristen würden an eine weiße Soße selbstverständlich nur weißen Pfeffer geben, aber den mag ich einfach nicht. Dann mit einem Schuss Sahne ablöschen, weiterschmurgeln lassen, man kann jetzt ein bisschen Paprika, Cayennepfeffer, Muskat dazu geben, gerne auch ein wenig Parmesan hereinhobeln, das hebt ebenfalls den Geschmack. Statt Salz nehme ich meist gekörnte Brühe, und hier gibt es nun wirklich Unterschiede. Die aus dem Supermarkt schmeckt meist allzu nullachtfuffzehn. Da muss man durchprobieren. Die Spaghetti sind inzwischen fertig und nicht zu weich, werden abgegossen und ich mach mit denen nix mehr, kein Kaltwasser, kein Öl oder Schnickschnack, die kommen einfach in die Pfanne mit dem Speck und der Sahne, leicht unterziehen, und jetzt je nach Portion ein bis zwei Eigelb obendrauf geben und bei so wenig Hitze mit Sauce und Spaghetti vermischen, dass das Eigelb nicht „kocht“ bzw. „angerinnt“ bzw. „Rührei“mäßig wird. Sondern es soll einfach nur der Sauce eine wunderbar zarte Crema verleihen, weshalb man Bio-Eier von höchster Frische nimmt. Auf solche eine zartcremige Carbonara tun nur herzlose Menschen staubtrocken geriebenen Parmesankäse, der machte ja die ganze Konsistenz kaputt, weshalb wir ihn bereits der Sauce zugemischt hatten, allerdings auch nicht in trockener Pulverform, sondern schön frisch gehobelt, dass er schmelzen kann.
Bei mir gilt das mittlerweile als Sonntagsessen, seit ich einmal einen Sauerbraten von so elendiglicher Qualität bekam, dass ich mich während des Garens vor ihm ekelte. Also Notfallplan Carbonara, und es fällt tatsächlich auch unter Soul Food, also in Coronazeiten doppelt wohltuend. Genau wie Linsengemüse, Gulaschsuppe oder Chili con Carne. Aber darüber ein ander Mal.

*Update zu LIDL Spaghetti Marke Combino: Aus einem aktuellen Test von Spaghettimarken durchgeführt von der Zeitschrift ÖKO-Test geht hervor, dass Combino nur ein „ausreichend“ wegen zahlreicher kritischer Rückstande bekommen hat. Natürlich sehe ich es als meine Pflicht an, nach Kenntnisnahme dieser Info meinen Blogeintrag dementsprechend zu korrigieren. Ich persönlich werde mich auch ab sofort nach Spaghettis einer anderen Marke orientieren.
https://www.t-online.de/leben/id_89345436/-oeko-test-in-diesen-spaghetti-stecken-mineraloelbestandteile.html

Januar 10, 2021   No Comments

Italy revisited

Ja, es musste sein, ich mache hier nicht Urlaub aus Spaßgründen, aber ich musste einiges erledigen und habe mich nun zum ersten Mal wieder getraut – und weil ich eben musste.
Zunächst bemerkt, es hat sich nicht viel verändert. Fast alle Restaurants und Bars sind noch geöffnet, aber ich sehe mehr Italien-Flaggen vor den Häusern und auch diese Regenbogenbilder, die Kinder gemalt haben, in den Fenstern kleben. Ich kann nicht für andere Regionen und gar Städte sprechen, denn ich bin hier mitten auf dem Land.
Hier zumindest ist die Disziplin der Italiener in puncto Masketragen ist vorbildlich. Wenn ich im Supermarkt einkaufen war und in die Autos neben mir schaue, desinfizieren sich wirklich alle, nachdem sie ins Auto zurückgekehrt sind, ganz selbstverständlich die Hände. Es gibt viel weniger Gemeckere und Gemotze als in Deutschland, das war mir aber nach 20 Jahren Italien-Erfahrung eh klar. Die Italiener hat es sehr hart getroffen und sie sind ein Völkchen, das zwar unter der Zeit tut, was es will, aber wenn die nationale Katastrophe dann da ist, diszipliniert, solidarisch und verantwortungsvoll agiert. Ich kenne das noch von dem verheerenden Erdbeben des Jahres 2009. Überhaupt organisieren sich die Italiener immer solide angesichts des Chaos. Eine Eigenschaft, die ich schätzen gelernt habe und bei uns Deutschen dann eher vermisse.
Ab Sonntag gilt hier auch Maskenpflicht auf der Straße und auf öffentlichen Plätzen, außerdem gilt es als Pflicht, eine Maske mit sich zu führen.
Das Masketragen beeinträchtigt mich persönlich nicht und tut mir nicht weh. Es ist eine lästige Pflicht, aber ich nehme sie halt in Gottes Namen auf mich, um vor allem andere, aber eben auch mich selbst zu schützen. Solange mir niemand das Gegenteil beweist, gehe ich davon aus, dass sie diese Wirkung auch tatsächlich eben hat (auch dazu gibt es Debatten, aber es gibt Dinge, die ich nicht debattiere. Das wäre übrigens auch einmal eine Haltung, die ich vielen Deutschen wünschen würde. Nicht nur politisch und gesellschaftlich, sondern auch innerkirchlich etwa. Aber andere Baustelle.)
Insgesamt ist die Luft, die ich hier atmen darf die nächsten Tage, freier, selbst unter der Maske. Wenn man ein Jahr lang nicht hier war und nur diesen deutschen Mief mitbekommen hat, ist der Unterschied gravierend. Selbstverständlich jammert jeder, aber es ist auf gewisse Art anders – die Bedienung in meiner Stammbar meinte, wir sind jetzt alle gleich, alt und jung, reich oder arm, angesichts dieser Krankheit. Und man vertraut hier mehr auf Gott und Jesus, vielleicht hilft das, anstatt sich in Hybris zu erheben und zu denken, man wüsste alles besser und könne die Welt belehren. Doch tatsächlich bewundern sie hier auch die Deutschen, das wir bislang so glimpflich durch die Krise gekommen sind, das will ich nicht verschweigen.
Bleibt gesund und vertraut auf Jesus Christus!

Oktober 7, 2020   No Comments

Wenn Fra Aquilino anruft

Mein Kollege Alfred Sobel, einigen vielleicht gut bekannt durch sein Buch „Gute Ehen werden in der Hölle geschlossen“ über den Pirmasenser Dadaisten Hugo Ball und seine Frau Emmy Hennings, erschienen im Fe-Medien-Verlag 2015, hat kürzlich in der Münchner Kirchenzeitung vom 26. April 2020 einen bewegenden Artikel veröffentlicht, der möglicherweise einmal als ein wichtiges Zeugnis aus der Zeit der Corona-Krise gewertet werden wird.

Er hatte eine Zeitungsnotiz aus Bergamo gelesen, wonach ein alter Franziskanermönch namens Fra Aquilino tatsächlich Angehörige der am Virus verstorbenen alten Menschen anruft, bevor diese ohne Begräbnis verbrannt werden. Fra Aquilino legt sein Smartphone auf den Sarg und ermutigt die Angehörigen, noch einmal mit ihren lieben Toten zu sprechen, versichert ihnen, dass sie Gehör finden und betet nachher gemeinsam noch ein Vaterunser oder ein Ave Maria, immer telefonisch. Sobel hat daraus einen Dialog mit einer Enkelin gestaltet, der Teil eines Hörspiels sein wird.

Sobel hat diesen Artikel all jenen gewidmet, die in dieser Zeit ihr Leben für andere einsetzen.
Eine gute Sache.

Zu Hugo Ball noch folgendes Zitat aus dem Jahre 1920 – er war ja Konvertit:
„Es gibt nur eine Macht, die der auflösenden Tradition gewachsen ist: den Katholizismus. Aber nicht der Katholizismus der Vorkriegszeit und der Kriegsjahre, sondern ein neuer, vertiefter, ein integraler Katholizismus, der sich nicht einschüchtern läßt; der die Interessen verachtet; der den Satan kennt und die Rechte verteidigt, koste es, was es wolle.“

Mai 1, 2020   No Comments

Eine besonders schöne Maske

eine so genannte Community-Maske, habe ich gestern beim Einkaufen in einem Südpfälzer Supermarkt gesehen.
Sie war weiß, nicht gemustert, was an sich noch nicht originell ist. Aber der Mann, der sie trug, hatte zusätzlich eine knallrote kugelige Clownsnase obendrauf genäht bzw. seine Frau oder Freundin. Es sah umwerfend aus und ich quittierte es lachend mit der Bemerkung: „Naja, WENN schon, DENN schon, oder?“

Mai 1, 2020   No Comments

Nicht abgesagt

April 27, 2020   No Comments

Barmherzigkeitssonntag

Heute wäre normalerweise für viele katholische Kinder die Erstkommunion. Man nennt den Sonntag nach Ostern auch „Weißen Sonntag“. Doch im Jahre des Herrn 2020 ist das alles anders, vielleicht sogar so, wie es einstmals vor dem 4. Jahrhundert war, zu Zeiten der Christenverfolgung: Keine heiligen Messen, keine offiziellen öffentlichen Taufen, keine Erstkommunion. Dafür viel Hauskirche, denn „wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, bin ich mitten unter ihnen.“ Diese Zusage war noch nie so wichtig und wesentlich wie heute – auch wenn wir unsere heiligen Messen furchtbar vermissen (und vermutlich künftig KEINEN Sonntag mehr müßig ausschlafen werden, weil wir womöglich – der eine oder die andere – zum ersten Mal gemerkt haben, wie schlimm es ist, nicht gehen zu KÖNNEN, und was für ein Privileg es doch ist, gehen zu dürfen.)

Diese Zeit ist auch eine sehr gnadenreiche Zeit, vielleicht hat das auch schon so mancher Agnostiker oder Atheist festgestellt. Wir kommen zum Wesentlichen: Zum Hier und Jetzt. Natürlich drehen wir uns gedanklich in Angst und Panik an manchen Tagen nur noch im Kreis. Aber es gibt auch gute Tage: Tage, in denen wir zuversichtlich sein können, morgens aufstehen, sei es nur aus dem Grund, weil wir unser Sportprogramm erfüllen wollen (bei mir 30 Minuten Walking, danach kalter Kneippguss – wirkt wunderbar und stärkt die Abwehr, Hochwürden Kneipp hat damit sogar seine Lungentuberkulose ausgeheilt).

Unser evangelischer Pfarrer betreut seine Gemeinde via eines öffentlichen Briefkastens, diese US-style Geschichte, die Klappe kann jeder nach Belieben öffnen, darin finden sich ganz wundervolle Impulse plus Gebet und Segen zu den hohen Festtagen, auch zum heutigen Weißen Sonntag gab es wunderschöne Gedanken.
Mein katholischer Beichtvater verschickt via WhatsApp zweiminütige Impulse, die mir zur Zeit mehr geben als jede lange Predigt.
Und es gibt noch ein paar gute Nachrichten:

Meine alten Weggenossen und Kampfgefährten aus der katholischen Bloggerszene schreiben wieder. Wenn jetzt noch Scipio wieder anfinge, hätten wir eine Troika.

– Hier geht es zu St. Dymphnas Gedankenwelt – und wie der Name schon sagt, Sankt Dymphna ist die Schutzpatronin der Geisteskranken, sind die Beiträge wundervoll abseitig, authentisch, ehrlich, ungewöhnlich und dabei strikt katholisch. (Übrigens haben wir Katholiken sogar auch eine heilige Corona, eine Schutzpatronin gegen Seuchen, was bedeutet, das wir strikt an persönliche Zuständigkeiten und Kompetenzen glauben. Die Leute, die uns helfen, sind zwar schon tot, aber dafür kompetenter als so manche Sozialpädagogen oder Europapolitiker.)

Hochwürden Alipius bloggt auch wieder, was mich besonders freut, denn sein Stil ist einfach pur „die Achtziger Jahre“, lässig, ein bisschen hochtoupiert und dann gesprayt, sehr selbstironisch.

April 19, 2020   No Comments

Ich entschuldige mich für die Strapaze,

aber wenn ich höre, wieviel Schutzmasken, wieviel Schutzkleidung, wieviel Beatmungsgeräte alleine in Deutschland fehlen, dann muss ich leider dezidiert sagen:

Unter Helmut Schmidt wäre das nicht passiert.

Mir fiele noch ganz viel ein, um diese These weiter auzuführen. Allein, es hat keinen Sinn.
Deshalb lass ich es halt grad. Verbleibe aber mit dem Hinweis darauf, dass Schmidt Offizier und kriegserfahren war (übrigens aus der Hitlerjugend ausgeschlossen wurde).
Der Rest dieses Bundesjodelkabinetts ist es nicht. Gleichzeitig möchte ich gerne einräumen, dass wir insgesamt international ja noch gut dastehen – also nicht nur motzen.
Es gibt auch Positives.

April 3, 2020   No Comments

Die Mönche von Norcia – Newsletter

Vor einigen Jahren war ich gleich zwei Mal hintereinander zu Besuch bei der Mönchsgemeinschaft von Norcia, die in ihrem Heiligtum die Fundamente des Geburtshauses des Benedikt von Nursia hütet(e) – und sowohl die „neue“ wie auch die „alte“ Messe feiert. Mit vielen Mönchen und Novizen habe ich gesprochen und daraus einen schönen Artikel für die Tagespost gemacht. Außerdem einen für das Vatican-Magazin als „Heiligtum der besonderen Art“ – hier herunterladbar als pdf im Originallayout mit schönen Fotos der noch intakten Basilika.

Bei dem Erdbeben am 30. Oktober 2016 stürzte die Kirche ein – nur die Fassade mit der prachtvollen Rosette blieb noch stehen. Menschen knieten betend auf der Piazza von Norcia, es muss ein ähnlicher Moment gewesen sein wie wenige Jahre später der ungeheuerlicher Brand von Notre Dame in Paris.
Ich fühle mich Norcia und der Gemeinschaft immer noch verbunden – die Mönche haben einen Artikel von mir sogar ins Englische übersetzt eine Zeitlang auf ihrer Homepage übernommen, was mich sehr geehrt hat. Die Gegend um Norcia ist selbst für italienische Verhältnisse außerordentlich schön – dazu kommt noch, dass Cascia ganz in der Nähe liegt, mit dem unverweslichen Leib der heiligen Rita von Cascia, die ich damals natürlich auch besucht habe.

Nun, die Zeiten haben sich geändert, nach den mehrfachen Erdbeben sieht sich die sehr junge und sehr internationale Mönchsgemeinschaft vor einer neuen Herausforderung. Ich möchte meinen Lesern hier gerne einen Auszug aus dem Newsletter mit Fotos präsentieren. Einige meiner Leser sind auf meine Empfehlung hin sogar schon nach dort gepilgert, als das noch möglich war – das hatte mich immer sehr gefreut.
Hier aber nun die Auszüge aus dem Newsletter mit dem Titel „Death before our eyes“ (nein, das ist kein James-Bond-Titel, sondern ziemlich benediktinisch) und ein paar aktuelle Fotos:

>>Amid the coronavirus pandemic, life for the monks in Norcia (all healthy as of March 30) continues much as normal, with a few exceptions. Every morning, during the solemn high Conventual Mass, we have added prayers against pestilence. In the afternoon, we process through the property with relics of the True Cross, praying for liberation from “plagues, famines and wars,” as did the ancients, who knew these tribulations often arise together. Particularly in our prayers are the many doctors and nurses who are sacrificing much — and risking much — to keep others alive and return them to health. Our region of Umbria’s population is geographically dispersed, so the cases of coronavirus around us are fewer than in the far north. We know that this could quickly change.<<

>>A striking change for us has been the complete absence of visitors to the chapel. Although Norcia is off the beaten path, we are blessed to be able to often share our life — the chanted Office and Holy Mass — with visitors. The measures adopted by the Italian government have meant that most Italians now live in an imposed cloister in their homes and our friends abroad cannot travel. Hiddenness from the world takes on an almost sacramental symbolism during this extraordinary crisis.

For centuries, it was not possible to see up-close the mysteries of the altar. In certain periods, curtains were drawn at the most important moments of the Mass. Still today, the solemn prayers of consecration are said in the lowest of tones – a whisper – as the drama of the liturgy unfolds. The hiddenness intrinsic to the Mass (with an iconostasis in the Byzantine rite) was common to all in some form for many hundreds of years; it summoned an atmosphere of mystery. In our age, which demands to see in order to believe, God is offering us a chance to rediscover mystery – the mystery of the Mass’s unseen efficacy (2 Cor 4:18). We must rely on an invisible medicine for our ultimate salvation in the face of this invisible threat. << [Kursive Hervorhebungen von mir]

April 3, 2020   No Comments

Dass es mit dem so genannten Corona

nicht witzig werden würde, realisierte ich ungefähr vor vier Wochen. Ich war gemütlich in Reha wegen eines Tinnitus.
Da fiel mir siedendheiß ein, dass unter meinem WhatsApp Profil ja stand: „Gimme a cool corona.“
Es stand zum einen da, weil ich, unter italienischer Sommerhitze leidend, sehr gerne mal eine Flasche eiskaltes Corona-Bier mit einem Zitronenschnitz im Flaschenhals zu mir nehme und es gab ja mal einen Popsong dazu, den ich auch sehr mag und rockig finde.
Zweitens fand ich das Wortspiel als Katholikin recht genial, denn corona nennt man auch den Rosenkranz in Italien.
Ab einem bestimmten Zeitpunkt wohl Anfang März wurde mir dann klar, dass niemand mehr meine Anspielung witzig finden würde/könnte. Übrigens ein Grund, warum ich sowieso nicht mehr groß in den sozialen Medien unterwegs bin. Also änderte ich das hektisch. Bevor ich von wem auch immer deswegen angepfiffen werden konnte.

April 1, 2020   No Comments