Journalistin und Autorin

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Category — Kirche wohin?

Von bleibender Aktualität, wie übrigens auch Hildegard von Bingen

„Wir predigen, Christus habe ein großes Werk vollbracht, indem er aus Menschen Engel machte. Wenn man dann die Beweise fordert und verlangt, wir sollen doch aus unserer Herde Beispiele dafür erbringen, so müssen wir still sein aus Furcht, anstatt Engel in Wirklichkeit Schweine aus dem Saustall und geile Hengste vorzuführen … Wahrlich, in der Gegenwart ist alles heruntergekommen und verderbt: die Kirche unterscheidet sich nicht von einem Ochsen-, Esel- und Kamelstall, und wenn ich herumgehe, um ein Schäflein zu suchen, so kann ich keines finden. Alle schlagen um sich wie Rosse und Wildesel und machen ringsum alles voll Schmutz, solche Reden führen sie.“

Hl. Johannes Chrysostomus (+407)

August 28, 2022   No Comments

13. August im Kriegsjahr 2022

Ich höre, dass laut Kirchenordnung im Winter die Kirchengebäude im Bistum Speyer nicht mehr beheizt werden sollen. Es sind mehrheitlich Alte, Kranke, Behinderte, die noch zu den Gottesdiensten gehen.
Ich höre von anderer Seite, die Schulen auch nicht mehr. Das sind KINDER.

Such things I hear, they don’t make sense
I don’t see much evidence
I don’t feel
I don’t feel
But I don’t feel
A long train held up by page on page
A hard reign held up by rage
Once a railroad
Now it’s done
I hear the roar of a big machine
Two worlds and in between
Hot metal and methedrine
I hear empire down!

I hear the roar of a big machine
Two worlds and in between
Love lost, fire at will
Dum-dum bullets and shoot to kill
I hear dive bombers and
Empire down
Empire down

Lucretia my reflection, dance the ghost with me!

PS: Ich bin übrigens schon seit einigen Jahren fest davon überzeugt, dass die Musik der Achtziger aus der Zukunft heraus erschaffen wurde, um uns über diese Scheißzeit zu bringen.

August 13, 2022   No Comments

Fundstück

In einem ansonsten nicht weiter erwähnenswerten Esoterik-Krimi, den ich grade in die Finger bekommen habe, habe ich folgende schöne Stelle entdeckt:

>>Wenn Sie mit Gott sprechen, Maggie“, fragte er unvermittelt,“worüber reden Sie?“
[…]
„Manchmal beschwere ich mich natürlich“, fuhr sie fort.“Ich hatte ihm einiges zu sagen über das gräßliche Händeschütteln und Abküßen von Fremden ei der Messe in englischer Sprache. Ich habe die Messe auf lateinisch geliebt, Peter. Sie hatte Größe – Mysterium, Dramatik, Gepränge. Auf englisch klingt die Messe für mich einfältig, unbeholfen. Die Sprache ist so erhebend wie Zement. Es ist, als würde man Notre-Dame gegen ein Fertighaus eintauschen.“<<

Juli 11, 2022   No Comments

#Dialogprozess #Kirche2011 #Maria2.0 #SynodalerWeg

>>Im Grunde ist immer ein versteckter Stolz wirksam, wo die Kritik an der Kirche jene gallige Bitterkeit annimmt, die heute schon anfängt, zum Jargon zu werden. Leider gesellt sich nur allzuoft eine spirituelle Leere hinzu, in der das Eigentliche der Kirche überhaupt nicht mehr gesehen wird, in der sie nur noch wie ein politisches Zweckgebilde betrachtet wird*, dessen Organisation man als kläglich oder als brutal empfindet, als ob das Eigentliche der Kirche nicht jenseits der Organisation läge, im Trost des Wortes und der Sakramente, den sie gewährt in guten und in bösen Tagen.
Die wirklich Glaubenden messen dem Kampf um die Reorganisation kirchlicher Formen kein allzu großes Gewicht bei. Sie leben von dem, was die Kirche immer ist. Und wenn man wissen will, was Kirche eigentlich sei, muss man zu ihnen gehen.
Denn die Kirche ist am meisten nicht dort, wo organisiert, reformiert, regiert wird, sondern in denen, die einfach glauben und in ihr das Geschenk des Glaubens empfangen, das ihnen zum Leben wird. Nur wer erfahren hat, wie über den Wechsel ihrer Diener und ihrer Formen hinweg Kirche die Menschen aufrichtet, ihnen Heimat und Hoffnung gibt, eine Heimat, die Hoffnung ist: Weg zum ewigen Leben – nur wer dies erfahren hat, weiß, was Kirche ist, damals und heute.<<
Joseph Kardinal Ratzinger: Einführung in das Christentum (1968)

*“wie ein politisches Zweckgebilde betrachtet wird“ – es sind eigentümlicherweise ausgerechnet die Zeitgenossen, die Kirche seit ungefähr den 68er Jahren letztes Jahrhundert unermüdlich nach ihrem persönlichen politischen Gutdünken umformen wollen, die doch immer am lautesten klagen, wie fürchterlich und unhinnehmbar doch die Verschränkung von politischer Macht und Kirche seit ungefähr dem frühen Mittelalter bis hin zu den Kreuzzügen etcpepe doch gewesen sei. [Ab * Anmerkung dazu von mir]

Dezember 12, 2019   No Comments

Heute ein unaufgeregtes Telefonat mit einem Freund

zum Zustand der Kirche in Deutschland und auch Rom. Bis es soweit ist [das Thema ist jetzt hier nicht, bis was soweit ist, aber ich glaube er meinte, bis alles wieder mal normalno wird, wie der Russe sagt] – wird noch viel Wasser den Tiber hinunterfließen, sagt er.
Ich muss lachen und entgegne:
Ja, bis es soweit ist, müssen noch viele Pachamamas den Tiber hinabtreiben.

November 11, 2019   No Comments

Vatican-Magazin Ausgabe November 2019

Mit dem dringend nötigen Titelthema „Das Heil kommt von den Juden. Und nicht aus dem Regenwald“.

Einen Einblick in das aktuelle Heft gibt es hier. Das starke Editorial von Guido Horst ist kostenlos einsehbar, wie einige andere ausgewählte Beiträge auch.
In meiner Rubrik „Geistliche Paare“ habe ich Claude de la Colombière und Margareta Maria Alacoque vorgestellt.

November 7, 2019   No Comments

#Pachamama

Im Grunde wäre es das jetzt gewesen mit der römisch-katholischen Kirche für mich.
Wenn man gnädig sein wollte, könnte man auch sagen, das Gottes auserwähltes Volk damals in die Irre ging mit seinem goldenen Kalb – sie blieben trotzdem die Auserwählten Gottes und der Herr hat seine Geduld mit ihnen wundersamerweise nicht verloren.
Sollten wir nicht genauso langmütig sein?
Oder ist das Maß nun langsam voll?
Unterm Strich muss man leider sagen, dass dies von ganz ganz oben ausgeht.
Und ich hatte dies Jahr ein gemütliches Gespräch mit einem orthodoxen Würdenträger, der mir bescheinigte, dass es mit der RKK schon seit eintausend Jahren bergab gehe, während die russisch-orthodoxe Kirche aus fast 70 Jahren der Verfolgung wie ein neugeborenes Baby rosig ist und lacht.
Ich verstehe nicht, was mit der katholischen Kirche geschehen ist.
Aber ich verstehe, dass es mit diesen Führungspersönlichkeiten gewiss nicht grad so weitergehen kann, als sei nie etwas geschehen.
Die Pachamama, so man sie überhaupt ins Spiel hätte bringen müssen, wäre anlässlich der Familiensynode besser aufgehoben gewesen. Eine schwangere Frau mit deutlich sichtbarem gut ausgebildeten Embryo = Baby im Bauch.
Komisch, da war das damals weit und breit nicht zu sehen. Es ging ja auch um wiederverheiratet Geschiedene, Lesben, Schwule und Transgender.
Und nicht um das Leben, das nur in einer Verbindung zwischen Mann und Frau weitergegeben werden kann.
Und genau das ist das absolut (gar nicht) Verwunderliche daran.

Oktober 28, 2019   No Comments

Pluralism vs Absolute Truth – Unterweisung von Abt Tryphon, Vashon Island

>>As our society has become more pluralistic, it has been easy for some to fall into the error of believing that it does not matter what you believe, as long as you are sincere. Just as we have seen the progressive moral bankruptcy of our society, we have also witnessed the wholesale sellout of traditional Christianity by much of America’s religious community. The partial adherence of many of America’s denominations to the traditional gospel call to repentance, forgiveness and redemption through Christ has given way to a new kind of „salvation“.
These „churches“ are now more concerned with social idealism than seeing souls saved through entering into a relationship with Jesus Christ. They have ignored our Lord’s own words „My kingdom is not of this world“ (Joh 18,36) They have shown forth for all to see that their loss of faith has led to a replacement of the Good News of salvation in Christ with a mandate to build a Utopian society where social justice and peace reign forever. They have forgotten that Christ said we would never attain this outside of His Kingdom, „which is to come“.
What do we as Orthodox Christians do to counteract this insidious loss of traditional, otherworldly Christianity? Surely the answer ist not less fasting, less prayer and less penance. We must rekindle our zeal for Christ. We must give ourselves over to the joy that is ours in living a life in Him.
It is not in the things of the world that we will ultimately find happiness, but in living a life rooted in Jesus Christ.
We have been given a great and holy gift.
[…]
We have in our possession a great pearl. Let it be the inheritance we leave our children and the treasure we share with our neighbors.<< Aus dem Buch "The Morning Offering" von Abt Tryphon, welches aus seinem gleichnamigen Blog entstand, das er weiterführt.

Abt Tryphon beschreibt hier zwar us-amerikanische Zustände, diese lassen sich aber Eins zu Eins auf Deutschland übertragen, wenn man auf die Veröffentlichungen der DBK im Verlauf der letzten Jahrzehnte blickt.

Oktober 18, 2019   No Comments

Guido Horst: Zurück zum Proprium – Editorial Vatican-Magazin Ausgabe August_September 2019

Zur Amazonassynode:

„Natürlich ist es gut, wenn von der Bischofsversammlung ein mahnendes Wort an die Politiker und die Verantwortlichen komment, der Naturzerstörung im Amazonas Einhalt zu gebieten und die Rechte der Indios zu gewährleisten. Das Kerngeschäft der Kirche ist aber nicht die Politik, sondern: gute Seelsorge und missionarisches Wirken. Warum aber auch hier der Versuch, die gesunde, moderne Theologie der Kirche, wie sie in den Texten des Zweiten Vatikanums zu finden ist [keine Anmerkung – BW] vom Sockel zu stoßen und die Kirche stattdesseen auf dem zeitgeistbedingten Fundament eines grünen Funktionalismus neu zu gründen?
(…)
Auch der kirchenferne Mensche sehnt sich nach Antworten auf die letzten Fragen. Die Kirche kann sie ihm geben. Nicht eine Sexualmoral, nicht ein Zölibatsgesetz und nicht die Männerweihe haben die Qualität einer „Totenbettfrage“, also jenes existenzielle Gewicht, das den Menschen angesichts seiner Endlich- und Erlösungsbedürftigkeit im Inneren fragen lässt, worauf er denn wirklich seine Hoffnung setzten kann.“

August 4, 2019   No Comments

George Bernanos: Tagebuch eines Landpfarrers

“Die Soldaten von damals gehörten nämlich der Christenheit an, und die Christenheit gehört heute keinem mehr. Es gibt keine mehr, es wird nie mehr eine Christenheit geben.”
“Warum?”
“Weil es keine Soldaten mehr gibt. Ohne Soldaten keine Christenheit. Oh, Sie werden mir erwidern, die Kirche lebt noch, und das sei die Hauptsache. Sehr richtig. Nur wird es kein Reich Christi in der Zeitlichkeit mehr geben. Die Hoffnung auf dieses Reich ist mit uns gestorben.”
“Mit Ihnen?” rief ich aus. “Es fehlt doch nicht an Soldaten.”
“Soldaten? Nennen Sie das ruhig Militär. Der letzte echte Soldat ist am 30. Mai 1431 gestorben, und ihr habt ihn umgebracht. Gerade ihr! Schlimmer noch als umgebracht, ihr habt ihn verurteilt, ausgestoßen und dann verbrannt!”
“Wir haben ihn aber auch zur Heiligen erhöht!”
“Sagen Sie lieber: Gott hat es so gewollt. Und wenn er diesen Soldaten so hoch erhoben hat, dann eben deshalb, weil es der letzte war. Der letzte eines so edeln Geschlechts konnte nur ein Heiliger sein. Und Gott hat sogar gewollt, dass es eine Heilige war. “

April 29, 2019   No Comments