Journalistin und Autorin

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Hilfsprogramm der Russischen Auslandskirche in Großbritannien und Deutschland

Die ROKA bemüht sich weiterhin intensiv um Maßnahmen zur Linderung der Not durch die Folgen des Krieges in der Ukraine.

Neben dem intensiven Gebet und den Friedensbitten in der Liturgie umfasst dies ganz praktische Maßnahmen, in Zusammenarbeit mit der Ukrainischen Orthodoxen Kirche unter Metropolit Onuphry von Kiew. Ganzer Bericht hier zu finden. Auszüge untenstehend.

>>Secondly, practical aid to those suffering from this uncalled-for and evil fratricidal war continues to be offered in a multitude of ways by the Diocese. From the outset of the war, funds have been collected and transferred in large quantity to the humanitarian fund under the direct headship of the Primate of the autonomous Ukrainian Orthodox Church, His Beatitude Metropolitan Onuphry of Kiev and All Ukraine. These funds have been put towards the wholly humanitarian ends of helping those most suffering from the conflict, and not applied towards any military or political ends.<<
Das Programm ist ziemlich umfassend und beeindruckend. Ich habe bereits in Deutschland gespendet für die ROKA und ihren Einsatz für ukrainische Flüchtlinge. Beide orthodoxen Kirchen stehen vor einer enormen Herausforderung – aber ich denke, selbst unter diesen erschwerten Bedingungen ist wenigstens zwischen den orthodoxen Gläubigen eine friedliche Zusammenarbeit gut möglich.

Unter anderem:

>>Weekly food-bank provision in Geneva to all those refugee families in need; and similar provision in various parishes all across the Diocese.

“Establishment of pious Ukrainian Orthodox refugees in our parishes across the UK and Europe, providing a stable and familiar environment of prayer and community; and in several cases, in coordination with the Church Hierarchy in Ukraine, inviting refugee clergymen to celebrate the Divine Services in our parishes.

“Provision of a summer camp in the Swiss Alps (to take place at the end of July) specifically for Ukrainian children who are refugees in Europe.<<
Und noch einiges mehr. Diese Arbeit wird von mir voll und ganz unterstützt.

Juni 24, 2022   No Comments

Morgen sollte es losgehen – Flug nach Moskau

Dann Wolgakreuzfahrt. Nun gut, ich spare mir eine schlaflose Nacht, weil ich mittlerweile unter Flugangst leide. Und das sagt jemand, der schon einmal in seinem Leben 24 Stunden lang in den Südpazifik flog. Aber da war ich noch jung und hatte kein Geld.
Genervt bin ich trotzdem, denn neben vielen kulturellen und landschaftlichen Highlights sowie einer organisierten Schaschlikgrillparty verpasse ich natürlich auch noch das legendäre Scharlachrote Segel plus Feuerwerk in St. Petersburg mitsamt den Weißen Nächten.
Da ich studierte Slawistin mit Erstsprache Russisch bin und deshalb entgegen der derzeit aktuellen Stimmung im woken Westen Land und Leute immer geliebt habe (Schröder, Kohl oder Merkel stehen ja auch nicht für deutsche Landschaft, Geschichte, Kultur, Lebensart, Rieslingschorle und Leberknödel mit Sauerkraut und das gesamte Volk, genausowenig wie der böse P für das russische), musste ich mir dringend einen Ersatz für diese Reise überlegen.
Da kam mir gerade zupass, dass es einige russische Toprestaurants in meinem Oblast in Deutschland gibt.
Drum werde ich also eine kulinarische Reise machen zur alten Rus‘ in deutschen Landen. Wenn mich Litauen, WordPress oder die Konrad Adenauer Stiftung nicht bis dahin blockiert hat.
Es wird ziemlich viel Pelmeni und Restaurantbesprechungen geben.
Man brauche sich nicht sorgen, in den meisten dieser Restaurants sind auch selbstverständlich und friedlicherseits Ukrainer beschäftigt. Um aber keine weiteren Eskalationen auszulösen, werde ich zusätzlich nirgendwo Borschtsch bestellen. Wenn ich Glück habe, gibt es nicht nur Pelmeni, sondern sogar gescheiten Schaschlik.
Stay tuned.

Juni 23, 2022   No Comments

Wunderland Italien

Genauer gesagt, Mittelitalien.
Nun ist es in D zwar auch heiß, aber nur hier kann ich am Strand einen Drachen steigen lassen:

Den Erdbeermond beobachten bei einem Glas kühlen Weißwein:

Das Städtchen vor der Kulisse eines blühenden Lavendelfeldes betrachten:

Auf dem Gartengrundstück habe ich neulich sogar einen Fuchs gesehen, der vorbeischnürte. Und in den Buchen habe ich ein Eichhörnchen.

Juni 16, 2022   No Comments

Da gerade wieder mal Transdings in der Debatte ist,

ich habe mal vor 20 Jahren mit viel Empathie und Mitgefühl bei einem BILDSCHÖNEN jungen Mann mitgelesen auf dessen Blog, der völlig fixiert darauf war, eine Frau werden zu müssen. Natürlich hatte er LeserInnen galore, es ging also zunächst los mit Hormonen, am Ende stand die OP. Man hatte wohl wenig Aufklärungsarbeit geleistet vorher, denn nach der OP fragte er/sie verwundert insbesondere bei seinen Leserinnen nach, ob das denn normal sei, dass man als Frau nach dem Wasserlassen wischen müsse statt abzuschütteln.
Tja.
Aufgrund der Popularität seines Blogs kam er, tschuldigung, sie, leider auch an die entsprechend ausgerichteten Männer, die Beziehungen gingen alle nicht gut aus, klaro.
Ich hoffe, sie ist glücklich geworden.
Aber ich habe die Befürchtung: eher nicht.

Juni 10, 2022   No Comments

Und dann war da noch die Titelmeldung im Il Giornale

Dass sich in Italien eine Partei namens Forza Russia gründen würde.
Ich weiß immer noch nicht genau, ob das nun Satire oder Fake News sind.
Wer aber sich nur ein wenig mit der Parteienlandschaft Italiens beschäftigt hat, weiß, dass dort grundsätzlich alles möglich ist.

https://www.ilgiornale.it/news/politica/nasce-forza-russia-i-putiniani-ditalia-stanno-preparando-2040092.html

[Bitte selbst durch den Google Übersetzer jagen. Die Zeiten, in denen ich noch Zeit hatte, für meine Leser eine kostenlose Dienstleistung zu erbringen, die mir nicht gedankt wurde, im Gegenteil, sind endgültig vorbei.]

Juni 9, 2022   No Comments

Cesenatico – Canale Leonardo – Maritimes Freilichtmuseum

Bezaubernd schön. Cesenatico liegt noch in der Emilia, ist also freilich für einen bekennenden Marchigiano nicht weiter erwähnenswert, aber der Canale Leonardo mit seinen historischen Nachbauten ist einfach nur sensationell. Zum Mittagessen würde ich aber in die Marken rüberfahren, irgendwie waren die Fischgerichte da nicht so meins.

Ich habe natürlich die Schiffe mit Erzengel-Abbildungen am Bug ausgewählt.

Juni 9, 2022   No Comments

#Lautreischwidderdo

Wir haben heute den Aufstieg in die zweite Liga gefeiert.

Normalerweise sind auf Bildern von Feiern in der Südpfalz mehr Leute zu sehen. Dieses zeigt aber ein ebenso sprechendes Bild kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit gegen Dynamo Dresden aus der ersten Fan-Reihe. Die Jungs haben nicht etwa Blumenvasen aufgestellt, es handelt sich um Halbliter-Schoppen Rieslingschorle – ein Kultgetränk meiner Heimat.
Pünktlich zu Beginn der zweiten Halbzeit war auch diese Reihe wieder voll besetzt.
Und das Ausharren hat sich gelohnt.

Ein wunderschöner Abend, wenn man nicht Dresden-Fan ist.

Mai 24, 2022   No Comments

Kürzlich war ich in Brescello bei Parma

dem Drehort der Don Camillo und Peppone-Filme. Hinter dem zentralen Platz mit Rathaus und Kirche findet sich auch die „russische“ Ecke, in der die Szenen, die „in Moskau“ spielen aus „Genosse Don Camillo“, gedreht wurden.

Zwei Impressionen:

April 7, 2022   No Comments

Gustls Mini-Schutzikone

Seit 1999 trägt ein alter Bekannter meines verstorbenen Vaters einen
Mini-Talisman in seinem Geldbeutel mit herum. Die Mini-Ikone wurde ihm damals anlässlich der Russlandfahrt des Gesangvereins, dem sie beide angehörten, überreicht. Vor zwei Tagen kam er auf mich zu: Du kannst doch Russisch? Ja, sage ich zögernd, da zieht er diese kleine Kostbarkeit aus seinem Geldbeutel, sorgfältig in ein winziges Pergamenttütchen eingehüllt. Ob ich denn übersetzen könne, was drin steht. Kein Problem. Ich will sie nur mit nach Hause nehmen, ganz ohne Wörterbuch geht es dann doch nicht, noch dazu, weil es sich ziemlich eindeutig um Kirchenslawisch, nicht Russisch, handelt.
Auf der Vorderseite befindet sich das Mandylion, im Westen Veronika genannt, also das Schweißtuch mit dem Antlitz Christi darauf, in der Mitte ein sorgfältig gefalteter Zettel, auf dem der gesamte Psalm 90 (91) auf Kirchenslawisch Platz hat und auf dessen Rückseite noch das Orthodoxe Gebet zum Heiligen Kreuz abgedruckt ist. Der hintere Umschlag wird von der Ikone des heiligen Fürsten Alexander geziert. Man sieht auf dem Foto auch sehr schön, wie sorgfältig dort eine Bonsai-Klammer angebracht worden ist, die sich leicht auf- und zubiegen lässt und so das Ganze zusammenhält.



März 19, 2022   No Comments

„Sting spielt nach 37 Jahren noch mal ‚Russians'“

Keiner hätte es gedacht, wohl am wenigsten er selbst, dass er es nach all dieser Zeit noch einmal spielen müsste – ich auch nicht. Im Leben nicht hätte ich gedacht, dass ich gut 35 Jahre nach Beginn meines Slawistik-Studiums noch so etwas erleben müsste. Wie gut erinnere ich mich noch an Silvester 89 auf dem Wenzelsplatz in Prag, den Sound der Scorpions „Wind of Change“ damals immer im Ohr. Meine Gedanken sind bei all meinen Freunden und Bekannten in westslawischen wie ostslawischen Ländern. Dem Frieden in Europa gilt mein inständiges Gebet.

Hier der Link zu einem Artikel des Rolling Stone über Stings neue Aktion für die Ukraine und seinen Appell für den Frieden.

Innerhalb von 24 Stunden habe ich übrigens von dem Reiseunternehmen Phoenix, das an dieser Stelle ruhig genannt werden soll, meine Anzahlung für die stornierte Flusskreuzfahrt auf der Wolga zurückerhalten. Einen Teil davon werde ich spenden.

PS: Natürlich hat Sting den Song im Laufe der letzten 37 Jahre immer wieder auf Konzerten gespielt. Dass er es „nochmal nach 37 Jahren“ spielt, ist eine Newsschlagzeile aus Google on vor ein paar Tagen, die mich reminiszieren ließ.

März 8, 2022   3 Comments