Journalistin und Autorin

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Ich entschuldige mich für die Strapaze,

aber wenn ich höre, wieviel Schutzmasken, wieviel Schutzkleidung, wieviel Beatmungsgeräte alleine in Deutschland fehlen, dann muss ich leider dezidiert sagen:

Unter Helmut Schmidt wäre das nicht passiert.

Mir fiele noch ganz viel ein, um diese These weiter auzuführen. Allein, es hat keinen Sinn.
Deshalb lass ich es halt grad. Verbleibe aber mit dem Hinweis darauf, dass Schmidt Offizier und kriegserfahren war (übrigens aus der Hitlerjugend ausgeschlossen wurde).
Der Rest dieses Bundesjodelkabinetts ist es nicht. Gleichzeitig möchte ich gerne einräumen, dass wir insgesamt international ja noch gut dastehen – also nicht nur motzen.
Es gibt auch Positives.

April 3, 2020   No Comments

Online-Messen

Neben der Möglichkeit, den youTube-Kanal aus Altötting zu verfolgen und so die Heiligen Messen aus der Gnadenkapelle live mitzufeiern oder um 15 Uhr den Rosenkranz zu beten, gibt es auch noch die Möglichkeit, den Livestream der Heiligen Messe aus dem westpfälzischen „Altötting“ – nämlich dem wundervollen Wallfahrtsort Maria Rosenberg, den ich ebenfalls schon im Vatican-Magazin als Heiligtum der besonderen Art vorgestellt hatte – , täglich um 10 Uhr zu verfolgen.
Es zelebriert ein guter und lieber Bekannter, Hochwürden Pfarrer Volker Sehy.

Ganz wichtig (nicht nur) für unsere orthodoxen Geschwister: Die Nonnen vom Kloster der heiligen Großfürstin Elisabeth in Buchendorf, bei denen ich letztes Jahr zu Gast sein durfte, übertragen jetzt sämtliche Gebete sowie die Göttliche Liturgie ebenfalls live:

Die Gottesdienste werden online übertragen auf https://www.facebook.com/Orthodoxes.Frauenkloster.

Nächste Übertragungen der Klostergottesdienste:

Sa, 04.04.20, 04.00: Morgengottesdienst mit Akathistos-Hymnos an die Allhl. Gottesgebärerin •
Stundenlesungen, Göttliche Liturgie

Sa, 04.04.20, 17.00: Vigil zum 5. Fastensonntag: Ged. der hl. Maria von Ägypten

So, 05.04.20, 06.40: Stundenlesungen, Göttliche Liturgie

Mo, 06.04.20, 17.00: Vigil zum Fest der Verkündigung an die Allhl. Gottesgebärerin

Di, 07.04.20, 08.00: Stundenlesungen, Typika, Abendgottesdienst mit Hl. Liturgie zum Fest

Weitere Infos auf der Internetseite des Klosters

April 3, 2020   No Comments

Die Mönche von Norcia – Newsletter

Vor einigen Jahren war ich gleich zwei Mal hintereinander zu Besuch bei der Mönchsgemeinschaft von Norcia, die in ihrem Heiligtum die Fundamente des Geburtshauses des Benedikt von Nursia hütet(e) – und sowohl die „neue“ wie auch die „alte“ Messe feiert. Mit vielen Mönchen und Novizen habe ich gesprochen und daraus einen schönen Artikel für die Tagespost gemacht. Außerdem einen für das Vatican-Magazin als „Heiligtum der besonderen Art“ – hier herunterladbar als pdf im Originallayout mit schönen Fotos der noch intakten Basilika.

Bei dem Erdbeben am 30. Oktober 2016 stürzte die Kirche ein – nur die Fassade mit der prachtvollen Rosette blieb noch stehen. Menschen knieten betend auf der Piazza von Norcia, es muss ein ähnlicher Moment gewesen sein wie wenige Jahre später der ungeheuerlicher Brand von Notre Dame in Paris.
Ich fühle mich Norcia und der Gemeinschaft immer noch verbunden – die Mönche haben einen Artikel von mir sogar ins Englische übersetzt eine Zeitlang auf ihrer Homepage übernommen, was mich sehr geehrt hat. Die Gegend um Norcia ist selbst für italienische Verhältnisse außerordentlich schön – dazu kommt noch, dass Cascia ganz in der Nähe liegt, mit dem unverweslichen Leib der heiligen Rita von Cascia, die ich damals natürlich auch besucht habe.

Nun, die Zeiten haben sich geändert, nach den mehrfachen Erdbeben sieht sich die sehr junge und sehr internationale Mönchsgemeinschaft vor einer neuen Herausforderung. Ich möchte meinen Lesern hier gerne einen Auszug aus dem Newsletter mit Fotos präsentieren. Einige meiner Leser sind auf meine Empfehlung hin sogar schon nach dort gepilgert, als das noch möglich war – das hatte mich immer sehr gefreut.
Hier aber nun die Auszüge aus dem Newsletter mit dem Titel „Death before our eyes“ (nein, das ist kein James-Bond-Titel, sondern ziemlich benediktinisch) und ein paar aktuelle Fotos:

>>Amid the coronavirus pandemic, life for the monks in Norcia (all healthy as of March 30) continues much as normal, with a few exceptions. Every morning, during the solemn high Conventual Mass, we have added prayers against pestilence. In the afternoon, we process through the property with relics of the True Cross, praying for liberation from “plagues, famines and wars,” as did the ancients, who knew these tribulations often arise together. Particularly in our prayers are the many doctors and nurses who are sacrificing much — and risking much — to keep others alive and return them to health. Our region of Umbria’s population is geographically dispersed, so the cases of coronavirus around us are fewer than in the far north. We know that this could quickly change.<<

>>A striking change for us has been the complete absence of visitors to the chapel. Although Norcia is off the beaten path, we are blessed to be able to often share our life — the chanted Office and Holy Mass — with visitors. The measures adopted by the Italian government have meant that most Italians now live in an imposed cloister in their homes and our friends abroad cannot travel. Hiddenness from the world takes on an almost sacramental symbolism during this extraordinary crisis.

For centuries, it was not possible to see up-close the mysteries of the altar. In certain periods, curtains were drawn at the most important moments of the Mass. Still today, the solemn prayers of consecration are said in the lowest of tones – a whisper – as the drama of the liturgy unfolds. The hiddenness intrinsic to the Mass (with an iconostasis in the Byzantine rite) was common to all in some form for many hundreds of years; it summoned an atmosphere of mystery. In our age, which demands to see in order to believe, God is offering us a chance to rediscover mystery – the mystery of the Mass’s unseen efficacy (2 Cor 4:18). We must rely on an invisible medicine for our ultimate salvation in the face of this invisible threat. << [Kursive Hervorhebungen von mir]

April 3, 2020   No Comments

Vatican-Magazin Osterheft

Mit einem beeindruckenden Titelbild, einer redaktionellen Ausnahmesituation, weil der Chefredakteur in den Sabiner Bergen zuhaus bleiben muss und meinem Artikel über den Traum der Frau des Pontius Pilatus – wunderschön bebildert, danke!

April 2, 2020   2 Comments

Dass es mit dem so genannten Corona

nicht witzig werden würde, realisierte ich ungefähr vor vier Wochen. Ich war gemütlich in Reha wegen eines Tinnitus.
Da fiel mir siedendheiß ein, dass unter meinem WhatsApp Profil ja stand: „Gimme a cool corona.“
Es stand zum einen da, weil ich, unter italienischer Sommerhitze leidend, sehr gerne mal eine Flasche eiskaltes Corona-Bier mit einem Zitronenschnitz im Flaschenhals zu mir nehme und es gab ja mal einen Popsong dazu, den ich auch sehr mag und rockig finde.
Zweitens fand ich das Wortspiel als Katholikin recht genial, denn corona nennt man auch den Rosenkranz in Italien.
Ab einem bestimmten Zeitpunkt wohl Anfang März wurde mir dann klar, dass niemand mehr meine Anspielung witzig finden würde/könnte. Übrigens ein Grund, warum ich sowieso nicht mehr groß in den sozialen Medien unterwegs bin. Also änderte ich das hektisch. Bevor ich von wem auch immer deswegen angepfiffen werden konnte.

April 1, 2020   No Comments

Außerordentlicher Segen Urbi et Orbi heute Abend

Wer es in den Übertragungen gesehen hat, wird es nicht vergessen.
Der Petersplatz menschenleer, aber nicht im Finstern, sondern voller Glanz der Lichter, die sich im strömenden Regen spiegelten und das ganze Pflaster so eigentümlich erhellten, als Symbol für alle Menschen, die nicht anwesend sein konnten, die Kranken und die Helfer, die Licht zu bringen wissen, indem sie die Barmherzigkeit Gottes auf Erden reflektieren – ein fast einsamer Papst vor scheinbar öder Steinkulisse, die dem Dunkel zu trotzen wusste.

Eine sehr schöne Meditation der Heiligen Vaters, dem das Aufstehen und Gehen sichtlich schwer fiel.

Der Petersplatz hat schon viel, allzuviel gesehen. Nicht nur schöne Momente, Momente der Freude und des Lebens. In jüngerer Zeit fielen dort einmal sogar Schüsse, die eigentlich tödlich sein sollten.
Aber einen solchen Moment hat er noch nicht gesehen, haben wir noch nie gesehen. Ein fast wankender Papst, dem es sichtlich schwerfiel, die Monstranz zu erheben und die Stadt und den Erdkreis zu segnen, eine kurze Sekunde des Bangens, während die Glocken läuteten und die Sirenen der Polizeiautos, die den Platz absicherten, angestellt wurden.

Papst Franziskus wird heute Abend erschöpft sein – er hat in dieser Stunde den ganzen Erdkreis auf seinen Schultern getragen.

März 27, 2020   No Comments

Historisches Urbi et Orbi angesichts der Pandemie heute Abend in Rom

Der apostolische Segen Urbi et Orbi ist allein dem Papst vorbehalten, dem Nachfolger des Petrus. Er wird von aller Zeit her nur zu drei bestimmten Gelegenheiten „der Stadt und dem Erdkreis“ (lat.: Urbi et Orbi) gespendet.
– Nach der Wahl eines Kandidaten zum Papst als erste Amtshandlung
– Zu Ostern
– Zu Weihnachten

Angesichts der weltweiten bedrohlichen Corona-Pandemie wird Papst Franziskus heute Abend um 18 Uhr vor dem konkreten wie sinnbildlich menschenleeren Petersplatz wegen des Versammlungsverbotes das gemeinsame Gebet der Gläubigen überall auf der Welt zuhause am TV, Radio oder internetfähigen PC anleiten und den eucharistischen Segen spenden – der mit einem vollkommenen Ablass verbunden ist. (Und der auch nicht den für Ostersonntag stets vorgesehenen ersetzen wird.)
Da wir im Moment auch nicht zur Beichte gehen und die Kommunion erhalten können, besonders, wenn wir womöglich krank und infiziert sind, genügt zur Erlangung des Ablasses der feste Vorsatz, dies alsbald möglich nachzuholen.

Das Ereignis wird um 18 Uhr live im BR-Fernsehen sowie in ARD alpha übertragen.
Außerdem natürlich von Vatican News auf deren youtube channel.

März 27, 2020   No Comments

Livestream mit Heiligen Messen und Eucharistischer Anbetung aus Altötting

Leserinnen und Leser des Vatican-magazins wissen, dass ich Altötting Mitte Januar in einer herrlich mystischen, mittwinterlichen Atmosphäre besucht habe mit wenig Pilgern, aber dafür ganz viel lichter Strahlkraft im Dunkel unserer Zeit. Der Artikel erschien im Februarheft dieses – bislang so unglückselig verlaufenden – Jahres 2020.

Für Katholiken und alle Christen ist es besonders schwer zu ertragen, dass wir gerade in der vorösterlichen Fasten- und Bußzeit des Trostes der heiligen Messe beraubt sind. Wie für alle anderen Menschen auch, wie auch für die Nichtglaubenden, die sich vielleicht anderer Tröstungen beraubt fühlen (Kinogänge, Fitnessstudio, Treffen mit Freunden in der Stammkneipe, beim Tapas-Spanier, zum Pizzaessen, einfach mal wieder zusammensitzen und eine Runde Kartenspielen oder Darten gehen und und und – auch wenn das natürlich völlig andere Tätigkeiten sind als ein Besuch der Heiligen Messe) müssen wir uns jetzt überlegen, wie wir weiter vorgehen wollen, müssen Struktur in unser Glaubensleben bringen wie auch in unsere Alltagsroutine.
Was das Glaubensleben betrifft, so haben wir jetzt dankenswerterweise die Möglichkeit, den Livestream aus der Altöttinger Gnadenkapelle zu verfolgen mit den täglichen Heiligen Messen, dem Rosenkranz, der Anbetung. Es schaut ein wenig statisch aus, aber wer genauer hinschaut, sieht deutlich, wie das rote Licht vorm Tabernakel flackert.

Da ich mein Überleben eines schwerwiegenden Unfalls Ende Januar der Fürbitte der Heiligen Gottesmutter von Altötting zuschreibe, die ich wenige Tage zuvor besucht hatte, ist das für mich eine besonders kostbare Gabe und ein Gnaden- Geschenk, das wir einem an sich bösartigen Virus verdanken, das ist das Paradoxe daran. Und so empfinde ich diese Zeit auch als eine ganz besondere Zeit, nicht nur des Schreckens und der Angst, sondern auch der Hoffnung und der Gnade – ein Geschenk, das wir nutzen dürfen und sollen.

Ich wünsche dem Livestream viele Zuschauer, nutzt die Zeit, mitzubeten, die Messe mitzufeiern, das Gnadenbild intensiv und ohne Zeitdruck immer wieder betrachten und darüber meditieren zu können. Die Herzen vieler bayerischer Könige sind in dieser Kapelle bestattet. Doch genau wie Tschenstochau ist es zwar ein Nationalheiligtum, doch gehört dabei der ganzen Welt.

März 27, 2020   No Comments

Poeten, Priester und Propheten – Die Tagespost Literaturserie Band 2

Wir haben wieder geschrieben – ein Kranz von Tagespost-Autoren, die unregelmäßig im Feuilleton über christliche Schriftsteller veröffentlichen, bekannte wie unbekannte, französische wie russische, italienische wie tschechische, deutsche, englische, skandinavische Schriftsteller, die uns allen etwas zu sagen haben. Und Stefan Meetschen, Alexander Pschera und Alexander Riebel haben wieder, jetzt schon zum zweiten Mal, unsere Beiträge neu sortiert und herausgegeben, damit wieder ein schöner Sammelband entsteht.

Ich bin mit einem Artikel über Nikolai Gogol, über Dostojewski und über meinen besonderen Liebling Alexander Solschenizyn („Ein zärtlicher Titan“) vertreten.

Auch wer regelmäßig die Tagepost liest, wird dankbar sein, diese Beiträge über christliche Literaten wieder in einem Band zusammengefasst zu finden.

Erschienen im fe-Medienverlag Kißlegg
ISBN 978-3-86357-253-2

März 23, 2020   No Comments

Der schöne tschechische Bierdeckel #2

Das ist Hündchen Albi, also nicht der selbe, aber sozusagen ein Symbolbild für Hündchen Albi, das im Jahre 1573 eine sehr wohlschmeckende Quelle in dem Städtchen Chodové Plané aufgespürt hat. Seitdem gibt es dort ausgesprochen wohlschmeckendes Bier und im Laufe der Zeit hat sich der Familienbetrieb immer mehr erweitert.

Heute besteht die Brauerei „Chodovar“ nicht nur aus dem Brauhaus und der Braugaststätte, in der man sich vorzügliches Gulasch und andere böhmische Leckereien schmecken lassen kann, sondern auch aus einem Wellnesshotel, das sich – logisch – auf Bieranwendungen spezialisiert hat und einem jährlich wiederkehrenden beliebten Eventprogramm.

Wer in der Gegend von Karlsbad oder Marienbad unterwegs ist, sollte sich die Chodovar-Brauerei mit ihrer tollen und innovativen Eventgastronomie unbedingt ansehen.

Bei den Choden handelt es sich übrigens um eine spezielle Volksgruppe, die früher Grenzwächterfunktionen nach Deutschland ausgeübt haben sollen.

>>Das Chodenland umfasst sieben, laut anderen Quellen elf Dörfer zwischen Domažlice und Tachov / Tachau. Die Orte wurden überwiegend im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt. Die Legenden über den Ursprung der Choden reichen jedoch tiefer in die Geschichte hinein. Eine von ihnen erzählt, dass sie sich aus den Soldaten des Fürsten Boleslaw während seines Feldzugs nach Polen im 11. Jahrhundert formiert haben. Eine andere weist auf die Eroberung von Mailand im Jahr 1158 hin, damals soll Friedrich Barbarossa auch eine Truppe aus Böhmen geholfen haben. In beiden Fällen wurden die Choden für ihre Verdienste angeblich mit zahlreichen Privilegien belohnt.<< Anlässlich besonderer Festtage holen die Choden-Männer auch mal gerne ihren Dudelsack aus dem Schrank und jedes Jahr findet in Domažlice ein internationales Dudelsackfest statt.

Februar 17, 2020   1 Comment