Journalistin und Autorin

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Zur Lage 23.05.2017 – Terroranschlag in Manchester

Ich les den Sirko gerne, weil er immer die richtigen Worte findet angesichts der Katastrophe: Mit Blick auf das sicherheitspolitische Kalkül, ein Auge auch auf Gesellschaftkritik, nie pathetisch, aber immer mit Mitgefühl und Anstand.
Ein „Pray for Manchester“ möchte ich mir heute ersparen, erstens ist es selbstverständlich, zweitens braucht England – und Europa – zwar Gebet, aber eben auch ein stringentes Konzept zur Terrorbekämpfung und wesentlich weniger dummes Gelaber von Politikern, die eigentlich mal einen Eid schworen, zum Wohle IHRES VOLKES zu handeln, auch wenn sie offenbar nicht mehr genau wissen, um wen es sich dabei handelt.
„Ah, sie hat VOLK gesagt! – ja, na und? Es geht mir dabei um die Völker Europas, um die Briten genau wie um die Franzosen oder die Deutschen – und ich definiere VOLK nicht über BLUT, so wie gewisse andere Leute es gerne unterstellen. Für mich sollten französische oder deutsche oder niederländische Besucher, egal welcher Abstammung, Touristen aus Südostasien, Afrika oder aus Italien in einem englischen Konzertsaal – oder an einem Kölner Hauptbahnhof – genauso sicher sein, wie britische.

Sirkos Gedanken dazu:

>>In den westlichen Gesellschaften scheint die Grundvoraussetzung für das viel beschworene Zusammenleben, nämlich das LEBEN an sich, in den Hintergrund getreten zu sein. Während die tatsächlichen Radikalen immer wieder Menschen töten, werden jene, die sich dagegen zur Wehr setzen wollen und bessere Mittel und Methoden zur Terrorbekämpfung einfordern, als die eigentlichen Radikalen verunglimpft. Es werden Bündnisse mit Regierungen geschmiedet, deren Ländern die Söldner des Dschihad entstammen, und gleichzeitig werden jene Staaten verurteilt, die gegen diese Banden ankämpfen. Das politische Kalkül überschattet den Wunsch der Menschen nach Frieden, Ordnung und Sicherheit.Die Welt steht Kopf!<< Gemeinsam mit meinem Kollegen Sirko möchte ich jedenfalls noch Folgendes sagen: >>Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer dieses schrecklichen Attentats und den Verletzten. Den Toten ewigen Frieden.<<

Mai 23, 2017   No Comments

Der italienische Schuhhändler meines Vertrauens

Es ist kein besonders hipper Laden, aber mir fiel immer auf, dass hinter der Theke mit der Kasse Bilder von Päpsten, dem barmherzigen Jesus, geweihte Olivenzweige von Palmsonntag und andere Devotionalien hingen.
Er gehört einem schon sehr in die Jahre gekommenen Ehepaar.
Grundsätzlich kaufe ich in Italien keine Schuhe mehr, weil die keine Fußbetten haben und man deshalb läuft, als hätte man einen mattone-Stein unter der Sohle.
Wenn man auf die Fünfzig zugeht, bedeutet das: Schmerzende Füße, kaputte Knöchel, schmerzende Knie und so weiter über die Hüftgelenke bis hinauf ins Kreuz.
Aber ich wollte jetzt keinen Fachartikel über Orthopädie schreiben.
Seit Neuestem hängt an der Wand hinter der Kasse ein gigantisches Fotoposter, dass die beiden älteren Herrschaften zusammen mit Papst Franziskus im Gespräch zeigt. Übrigens ist es das einzige Geschäft – nicht in Italien vermutlich – aber dass jedenfalls ich kenne, welches zu Jahresbeginn im riesige Fotokalender mit Papstporträts als Werbegeschenk verteilt. Den Benedikt-Kalender hatte ich mir regelrecht erbettelt, weil es schon Frühjahr war und man solche Sachen ja eher zu Jahresbeginn verschenkt bekommt.
Jedenfalls fragte ich erstaunt, ob sie denn Privataudienz gehabt hätten – nein, sagte die ältere Dame und wurde ganz aufgeregt, das war nur ganz kurz und es in St. Marta aufgenommen, nach der routinemäßigen Morgenmesse. Sie hätten einfach eine Anfrage für eine Einladung gestellt, dann hätte die Garde sie kontrolliert, es sei sehr gut besucht gewesen, aber wegen der vielen Leute hätte Franziskus halt nur einen kurzen Moment Zeit für sie gehabt, um ihnen zum Ehejubiläum zu gratulieren und ihnen einen Rosenkranz zu weihen. Sie war immer noch ganz aufgeregt und fand es bestimmt super, dass ich sie darauf angesprochen hatte. Ich habe jetzt äußerst bequeme halborthopädische Schuhe, die sich vermutlich mit meinen Tarnfleckhosen zusammen getragen enorm hässlich ausnehmen werden, aber Hauptsache bequem. Und ich finde den Laden und das Inhaberehepaar richtig toll. Ich habe mich sehr für die beiden gefreut.

Mai 22, 2017   No Comments

Geistliches Paar: Dorothy Day und Pierre Maurin – mein Artikel aus Vatican-Magazin Februar 2016

Am 8. Dezember 1932 sitzt eine junge Frau in der Basilika zur Unbefleckten Empfängnis in Washington, D.C. und betet unter Tränen um eine Weisung für ihr Leben. Sie hatte zuvor an einem Hungermarsch durch die Stadt teilgenommen, wie sie von ihren ehemaligen kommunistischen Genossen für Arbeitslose und sozial Benachteiligte organisiert werden. Sie ist zu diesem Zeitpunkt Mitte Dreißig und blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Dorothy Day war kommunistische Aktivistin und Anarchistin, sie hatte eine Affäre und eine Abtreibung sowie zwei gescheiterte Ehen hinter sich.
Ihre Eltern gehörten der episkopalen Kirche an, Dorothy bekam schon als Mädchen einen Bezug zum Christentum. Sie las viel, auch die Bibel und beschäftigte sich sowohl mit russischen christlichen Schriftstellern wie Dostojewskij oder Tolstoj, als auch mit radikal pazifistischen, kommunistischen und anarchistischen Vorstellungen und Weltansichten. Obwohl sie als junge Frau sowohl für eine sozialistische als auch eine kommunistische Zeitung schrieb, war ihre kompromisslose pazifistische Einstellung wohl das prägende Element ihres Charakters, neben der späteren Überzeugung von der Wahrhaftigkeit der katholischen Lehre und ihrer überzeugten orthodoxen Haltung hinsichtlich des Magisteriums. Der Pazifismus war es auch, der sie davor bewahrte, weiterhin den Weg ihrer sozialistisch-kommunistisch inspirierten Freunde zu gehen: Sie lehne aufgrund ihrer Überzeugung auch den Klassenkampf als solchen ab. Während der Zeit kurz vor ihrer Konversion führte sie ein unkonventionelles Leben im New Yorker Künstler- und Musikerviertel Greenwich Village, war mit Schriftstellern wie Eugene O’Neill und John Reed befreundet.
1926 wird ihre Tochter Tamar geboren. Zu diesem Zeitpunkt ist sie in zweiter Ehe mit dem Biologen und Anarchisten Forster Batterham verheiratet. Als sie ihre Schwangerschaft bemerkt, ist sie überglücklich und voller Dankbarkeit – war sie doch nach dem schlimmen Eingriff ihrer Abtreibung davon überzeugt, nicht mehr empfangen zu können. Sie empfindet diese Schwangerschaft als pure Gnade und wahres Gottesgeschenk. Ihre Dankbarkeit ist so außerordentlich groß, dass – obwohl Day selbst noch nicht in die Kirche eingetreten ist, sie ihre Tochter im Juli 1927 katholisch taufen lässt. “Ich wollte meinem Kind die Orientierungslosigkeit ersparen, die ich oft erlebte, ich wollte gläubig sein, und ich wollte, dass mein Kind gläubig wird, und wenn die Zugehörigkeit zu einer Kirche ihr die unschätzbare Güte des Glaubens an Gott, und die umgängliche Liebe der Heiligen zuteil werden ließe, dann musste sie katholisch getauft werden.” Ihre Hingezogenheit zur katholischen Kirche sorgt bei ihrer näheren Umgebung für zunehmendes Unverständnis, insbesondere Batterham verachtet Religion und die katholische Kirche ganz besonders und weigert sich, der Taufzeremonie beizuwohnen. Day selbst wird am 28. Dezember 1927 in die Una Sancta aufgenommen, worauf die Beziehung zu Batterham endgültig zerbricht.
Die Verhältnisse innerhalb der US-amerikanischen Kirche nimmt sie eher schmerzhaft wahr: Die Gemeinden leben in relativem Wohlstand, aber sie kümmern sich in den Augen von Day zu wenig um die Rechte der Armen, der Arbeiter, der Schwarzen, Mexikaner und Filipinos. Und sie überlegt, was sie selbst innerhalb der Kirche dagegen tun könnte. Insbesondere fragt sie sich, wieso es ihren ehemaligen Kameraden, den Kommunisten, eigentlich viel besser und effektiver gelingt, Aktivitäten gegen soziale Ungerechtigkeiten und Armut zu organisieren, als der Kirche, deren Kernanliegen dies doch sein müsse. Sie als einzelne konnte natürlich dagegen anschreiben und protestieren, aber es müsse doch auch innerhalb der Kirche Persönlichkeiten und Leitfiguren geben, die eine solche Initiative führen und bündeln könnten … Dorothy Day trägt ihr Anliegen an jenem 8. Dezember fünf Jahre nach ihrem Eintritt in die Kirche vor die Immaculata: “Ich sprach ein besonderes Gebet, ein Gebet unter Tränen und Seelenqual, dass sich mir irgendein Weg auftun möge, um die Begabungen, die ich besaß für die Arbeiter und die Armen zu nutzen.”
Noch im gleichen Monat stellt sich Peter Maurin bei ihr vor, der ihr geistlicher Weggefährte und Kampfgenosse in ihren Anliegen für die Armen, die Arbeitslosen, die Lohnarbeiter und alle sozial benachteiligten werden soll – sie selbst hat es als Gebetserhörung bezeichnet.

Als Pierre Aristide Maurin am 9. Mai 1877 in eine Bauersfamilie im Languedoc geboren, trat er bereits mit 16 Jahren in eine christliche Ordensgemeinschaft ein, die sich der Frömmigkeit und der Unterstützung für die Armen widmete. Doch er wollte nicht nur religiös, sondern auch auf politischer Ebene etwas bewegen, weshalb er nach zehn Jahren bei den Christlichen Brüdern die Gemeinschaft verließ und Mitglied bei Le Sillon, einer katholischen Laienbewegung, wurde, die sich nicht nur religiös, sondern auch in der Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Kooperativen engagierte. Doch dort erschien ihm der Schwerpunkt wiederum zu stark auf politischem Engagement zu liegen. Unzufrieden verließ er auch diese Gemeinschaft und emigrierte 1909 nach Kanada, um dem Einzug zum militärischen Dienst zu entgehen und wo er ein ausgesprochen unstetes Leben führte; tatsächlich wurde er mehrmals wegen Landstreicherei und dem illegalen Mitfahrens auf Güterzügen inhaftiert. Maurin übernahm die härtesten Arbeiten, um sich über Wasser zu halten, erstrebte für sich aber keinerlei persönlichen Komfort, keinen eigenen Besitz oder gar Wohlstand. Er legte Bewässerungsgräben an, arbeitete in Sägemühlen und im Kohlebergbau, half bei der Getreideernte und fand daneben noch die Zeit, sich in öffentlichen Bibliotheken weiter theologisch fortzubilden und seine bereits beträchtlichen Kenntnisse der Schriften der Kirchenväter weiter zu vertiefen. Doch den entscheidenden Anstoß, wie er sein eigentliches Anliegen, die Umgestaltung der Gesellschaft in einem zutiefst katholischen Sinne und gemäß den Werten des Neuen Testamentes umsetzen könnte, bekam er – ausgerechnet – von den Schriften und Ideen eines russischen kommunistischen Anarchisten: Pjotr Alexejewitsch Kropotkin, der elf Jahre vor Maurins erster Begegnung mit Dorothy Day verstorben war. Day ihrerseits kannte zwar Kropotkins Memoiren zu diesem Zeitpunkt, nicht aber seine „taktischen“ Schriften wie „Landwirtschaft, Industrie und Handwerk“. Maurin, der in Day eine Art heilige Katharina von Siena des 20. Jahrhunderts sah, vertiefte aber vor allem ihre theologische und geistliche Bildung, indem er sie dazu anhielt, die Geschichte in ihrer historischen Entwicklung nicht als Abfolge von Herrschern, Staaten und Systemen zu betrachten, sondern anhand der katholischen Heiligen in ihrer jeweiligen Zeit. Es waren insbesondere Augustinus und der Augustiner Thomas a Kempis mit seiner berühmten Schrift über die Nachfolge Jesu, aber vor allem inspirierten sie die Karmeliten: Teresa von Avila, Johannes vom Kreuz und Thérèse von Lisieux.
Es war schließlich auch Maurin, der sie dazu anspornte, eine eigene Zeitung zu gründen, während Day noch darüber nachgrübelte, wie sie das Geld dafür aufbringen solle. „In der Geschichte der Heiligen“, ermutigte er sie, „wird notwendiges Kapital durch Gebete aufgebracht. Gott schickt dir, was du brauchst wann du es brauchst. Du wirst die Druckerei entlohnen können. Lies es einfach bei den Heiligen nach.“
Am 1. Mai 1933 erschien die Zeitung „Catholic Worker“, „Katholischer Arbeiter“, zum ersten Mal, und somit war die „Katholische Arbeiterbewegung“ in den USA gegründet. Der Verkaufspreis betrug 1 Cent, die Mitarbeiter schrieben ohne Bezahlung, und der „Katholische Arbeiter“ kam ohne Werbeeinnahmen durch Schaltung von Anzeigen aus. Das völlig Neuartige am „Catholic Worker“ war, dass er radikal , im Sinne des Evangeliums und zugleich katholisch war. Maurins Gedanken zur radikalen Denkweise und Lebensführung basierte auf den Lebensregeln der alten irischen Mönchsgemeinschaften, den Anschauungen eines Thomas von Aquin und eines Thomas Morus bis hin zu den „Personalisten“, den Vertretern eines sozialen Katholizismus im Frankreich des 20. Jahrhunderts, wonach jede gesellschaftliche Veränderung nur durch eine Veränderung der persönlichen Lebensweise – in konsequenter Jesusnachfolge – bewirkt werden könne. Von Maurin stammte auch der 3-Punkte-Plan für die Bewegung der „Catholic Worker“ – erstens die gemeinsamen Lehr- und Debattiertreffen, faktisch „offene Universitäten für alle“, zweitens „Häuser der Gastfreundschaft“, um Menschen beherberge und speisen zu können sowie drittens autarke Farmen im Hinterland, die sich selbst und die karitativen Häuser versorgen konnten – von denen es im Jahr 1941 bereits 30 autonome Einheiten gab – eine Mischung aus irischer Mönchsgemeinschaft und den Ideen eines Kropotkin also. Peter Maurin konnte den wachsenden Erfolg der gemeinsam mit Day gegründeten Arbeiterbewegung noch erleben, bevor er am 15. Mai 1949, dreißig Jahre vor seiner Weggenossin, auf einer der Farmkommunen verstarb. Das Time Magazin schrieb damals, er sei in einem abgelegten Anzug und einem geschenkten Grab bestattet worden – einem Mann angemessen, der nie in einem eigenen Bett geschlafen und ausschließlich Anzüge , die ihm von anderen geschenkt wurden, getragen habe.

Mai 18, 2017   No Comments

Einmal Laudato Sì, bitte. Als Kreistanz.

Kürzlich traf ich mich mit einer orthodoxen Freundin.
Sie konnte mir kaum in die Augen schauen. Denn sie war auf einem „katholischen Familienwochenende“ bei der Caritas gewesen.
„Barbara“, sagte sie, reichlich konsterniert, „wir haben Laudato Sì gesungen und eine Polonäse durch die Kapelle dazu getanzt!“
Nun bin ich vom deutschen Katholizismus mittlerweile einiges gewohnt, aber ein getanztes ‚Laudato Sì‘, da weiß ich jetzt auch nicht, wo ich das unterbringen soll. Meine orthodoxe Freundin tat mir leid. Sie wirkte enorm erschüttert. Mit unseren orthodoxen Freunden ist es ja so, dass sie keine Liturgiereform von oben verordnet bekamen, deshalb ist ja auch in deren Gottesdienst alles noch vom Feinsten. Niemand hat ihnen die Hochaltäre rausgerissen, niemand hat ihnen erzählt, das Heilige bräuchte man eigentlich sowieso nicht, Menschsein reiche völlig aus. Die Orthodoxen fasten übrigens noch vor Empfang der Kommunion, und zwar ab Mitternacht. Vor allem aber der Priester.

Besonders verletzt hat sie dabei, ich merke das nur an, weil ja alle immer so auf die Ökumene bedacht sind, war die Bemerkung eines Mitfeiernden, der auf ihre Erklärung zum strikten orthodoxen Fasten vor der Kommunion entgegnete, dass dies ja Ähnlichkeit mit einer Darmspiegelung-Untersuchung aufwiese.

Ich komme jetzt zum springenden Punkt: Genau die Katholiken, die emsig wie die Bienen dabei sind, unsere Kirchen auszuräumen und uns möglichst auf eine weiße Raufasertapete glotzen zu lassen, anstatt auf eine Kerze, eine Blume, oder womöglich sogar das Tabernakel, allesamt diese bekommen glänzende Augen, wenn ich auf die orthodoxen Geschwister zu sprechen komme. „Oh!“ „Ah!“ „Ja!“ – diese Mystik, dieses Geheimnis, so viel Weihrauch! So außerordentlich!
Das ist ungefähr so, als würde ich aus meinem bunt blühenden, duftenden Rosengarten einen Zen-Park bestehend aus weißen Kieselsteinen und Dachwurzen machen und hinterher neidisch auf den prachtvoll blühenden Bauerngarten meines Nachbarn schauen. Ähnlicherweise empfand es auch meine Freundin. Befragt von der Referentin dieses Wochenendes – „Sie haben womöglich den Respekt vermisst?“, antwortete sie höflich, weil sie ein guter Mensch ist -„Nun ja, es war halt eine Andacht, die feiert man halt so, wie man möchte.“
Natürlich war es selbst mir als Katholikin völlig neu, dass man Laudato Sì jetzt sogar tanzen kann, aber ich sagte mir im Stillen: Immer noch besser, als wenn sie „Amoris Laetitia“ getanzt hätten.
Das könnte jetzt meine Schlusspointe sein.
Wenn meine orthodoxe Freundin nicht angemerkt hätte: „Aber es ist doch die heilige Liturgie! Da macht man doch nicht dran rum, das versteht doch jedes kleine Kind! Unsere Rituale feiern den heiligen und lebendigen Gott! Dazu benötigen wir kein Laientheater!“
Ich würde mir wünschen, dass das auch noch mehr Katholiken verstehen. Es ist nämlich ganz einfach: „Es ist doch heilig – da macht man nicht dran rum.“
Sogar Kinder – und vermutlich gerade sie – verstehen das.

Mai 9, 2017   No Comments

„Bleibe mit uns, Wojtyla“ – der Leitartikel von Il Giorno nach dem Papstattentat

>>Bleibe mit uns, Wojtyla, denn es will Abend werden

Wir haben nicht einmal in dieser Stunde die Kraft, Dich so zu lieben, wie Du es brauchst: in Christus. Nur jenen Schrei können wir während der ganzen Nacht wiederholen bis in den Morgen, hoffend, der Morgen möge ein Tagesanbruch der Befreiung und erfreulicher Nachrichten sein. Bleibe mit uns, Herr, denn es will Abend werden. Ein langes, ständig sich wiederholendes, stummes Stoßgebet von uns Christen und anderen wird diese Nacht sein: Weil auch Du, wie der Emmauswanderer, an die Bitte gerichtet wurde, Christus ‚bist‘. Aber ihm, dem schon Auferstandenen, wurde gegeben sich den Menschen zu zeigen, ihnen Mut zu geben und mit ihnen das Brot in einer Herberge zu brechen. Du hingegen, lieber Wojtyla, bist noch ein Mensch im Fleisch, und deshalb, weil es immer mehr Abend wird, ist es notwendig, dass Du bleibst, dass Du ein lebender Märtyrer bist und kein Phantom, das in der Nacht versinkt.<< [Aus dem Buch von Sebastian Labo "Das Attentat auf den Papst im Lichte Fatimas und im Schatten der Oktoberrevolution 1917"]

Mai 4, 2017   No Comments

Heiliger Pellegrino Laziosi – Schutzpatron der Krebskranken

Forlì in der Emilia-Romagna ist sozusagen die kleine Schwester Bolognas, doch bleibt das Städtchen heute von den meisten ausländischen Touristen eher unbeachtet. Den meisten ist es lediglich durch seinen kleinen Flughafen bekannt, der von einer Billigfluglinie genutzt wird, so dass man preiswert ein Wochenende im nahe gelegenen Bologna verbringen kann.

Für zahlreiche Pilger aber, die um den geistlichen Schatz dieses Städtchens wissen, besitzt eine Wallfahrt nach dort immense, ja lebenswichtige Bedeutung. Denn in der Basilika San Pellegrino Laziosi befindet sich der Schrein des gleichnamigen Heiligen, der als Schutzpatron der Krebskranken und der chronisch Kranken verehrt wird. Die Basilika in der Via Girolamo Mercuriali im historischen Zentrum wird von den Brüdern des Servitenordens betreut; sie beten auch mindestens wöchentlich in den und für die Anliegen aller Schwerkranken und Leidenden weltweit, die vielleicht schon zu gebrechlich sind, um sich auf den Weg nach Forlì zu machen.

Der Geburtstag des Pellegrino Laziosi ist unbekannt. Man nimmt an, dass er entweder um 1250 oder 1265 in Forlì geboren wurde. Die Überlieferung besagt, dass er das einzige Kind seiner Eltern war und deshalb besonders geliebt und verwöhnt worden sei. Eine weitere überlieferte Begebenheit im Zusammenhang mit seiner Bekehrung ist umstritten: Pellegrino soll sich am Aufstand unzufriedener Bürger gegen den Kirchenstaat, dem Forlì angehörte, beteiligt haben und dabei handgreiflich gegen einen der Begründer des Servitenordens geworden sein, der versuchte, die Menge zu besänftigen.
Der „Ordo Servorum Mariae“ geht auf die Initiative von Florentiner Kaufleuten zurück, die sich in den Dreißiger Jahren des 13. Jahrhundert zusammenfanden, um mit und durch die Verehrung Mariens, Gott und den Menschen zu dienen. Die Serviten übernahmen sehr bald die Ordensregel des Augustinus und verbreiteten sich bald in ganz Italien sowie in Deutschland und Frankreich. Auch Laien fühlten sich von dem Charisma der „Diener Mariens“ angezogen, die Terziaren erhielten zweihundert Jahre später offizielle päpstliche Anerkennung.

Doch zurück zu unserem Pellegrino, der über seinen tätlichen Angriff auf einen Gottesmann so erschüttert gewesen sein soll, dass er sich zunächst entschuldigte und schließlich bekehrte. Während eines langen, flehentlichen Reuegebetes vor dem Bild der Muttergottes in einer Kirche wurde ihm eine Vision geschenkt, in der Maria ihm sagte, sie wolle ihn errettet sehen, sie werde ihm selbt den Weg zur Seligkeit zeigen. Befiehl, o Himmelskönigin, soll Pellegrino geantwortet haben, und ich werde dir gehorchen. Maria erwiderte, in dem sie sich auf die wörtliche Bedeutung seines Vornamens Pellegrino – „Pilger“, bezog, er solle nach Siena in den Konvent des Servitenordens pilgern, wo er heilige Männer vorfinden werde, denen er sich anschließen möge. Und so machte sich unser Pellegrino ohne zu zögern auf den Weg nach Siena, um sich im dortigen Konvent vorzustellen. Nach seiner Probezeit ließ er sich mit dem schwarzen Habit der Diener Mariens einkleiden und legte die Gelübde von Keuschheit, Armut und Gehorsam ab.
Wie lange er in Siena blieb ist unklar, jedoch soll ihn sein Oberer im Alter von 30 Jahren zurück nach Forlì geschickt haben, damit er in seiner Geburtsstadt Gott und den Menschen dienen, die Gläubigen durch seine große Bußfertigkeit und sein asketisches Leben ermutigen und die Ungläubigen unterweisen solle. Er wachte ganze Nächte auf Knien im Gebet durch, wenn er nicht fastete, nahm er seine Mahlzeit im Stehen ein. Jeden Tag ging Pellegrino zudem zur Beichte und bekannte unter Tränen seine Sünden. Kurz, er brannte vor Eifer, den Willen Gottes zu tun und seine Gebote zu erfüllen.

Die Zeit der Prüfung kam auch für diesen vorbildlichen Heiligen: Als er 60 Jahre alt war schwoll sein rechtes Bein an und wurde brandig. Ursache war vermutlich ein Venenleiden, verschlimmernd hinzu kam ein aggressiver Knochentumor an eben jenem Bein. Unser Heiliger ertrug sein Leiden tapfer und ohne sich je zu beklagen oder seinen Mitbrüdern zur Last zu fallen, denn er war sich gewiss, dass ihm diese Prüfung von Gott gesandt wurde, um ihn zu vervollkommnen. Sein Arzt sah keine andere Möglichkeit mehr, das Leben Pellegrinos zu retten, als das Bein abzunehmen.
Voller Gottvertrauen schleppte sich der nun auf Leben und Tod Erkrankte in der Nacht vor dem Eingriff zu einer Darstellung des Gekreuzigten, einem Fresko, vermutlich aus der Schule von Rimini, welches heute noch im Kapitularsaal bewundert werden kann. Bevor er erschöpft an Ort und Stelle in den Schlaf fiel, soll er folgendes Gebet gesprochen haben: „O Erlöser der Menschheit, um uns von unseren Sünden freizukaufen hast du dich der Qual des Kreuzes und dem allerbittersten Todeskampf unterworfen. Während Du auf Erden weiltest, hast Du viele Menschen geheilt: Du hast Leprakranke wieder rein und den Blinden sehend gemacht, als er Dich anflehte: ‚Jesus, Sohn Davids, erbarme Dich!’ O Herr, mein Gott, erbarme Dich mir ebenso und befreie mein Bein von dieser Krankheit, denn wenn du es nicht tust, so muss es weggeschnitten werden!“
Im Traum sah Pellegrino den Herrn vom Kreuz steigen, sich niederbeugen und sein Bein berühren – als er wieder erwachte, war er vollständig geheilt. Pellegrino pries glücklich und dankbar den Herrn und kehrte als gesunder Mann in seine Kammer zurück. Wie groß war das Erstaunen des Arztes, der am nächsten Morgen zu Pellegrino kam, um den Eingriff durchzuführen! Zunächst dachte der verblüffte Chirurg, der fromme Mann spräche im Fieberwahn, als er ihm wieder und wieder beteuerte, dass Gott, der Herr in vollständig geheilt habe und er wieder nach Hause gehen könne. Schließlich konnte er sich selbst davon überzeugen, in dem er Pellegrinos Bein nochmals eingehend untersuchte – kein Brand mehr, kein faulendes Gewebe, alles wieder heil und wie neu!

Die Nachricht von diesem Wunder, das von einem Arzt noch dazu bestätigt werden konnte, verbreitete sich in Windeseile. Zahlreiche Menschen strömten herbei und dankten Gott, andere bekehrten sich. Als Pellegrino Laziosi im Alter von 80 Jahren an einem Fieber starb, nahmen so viele Menschen Anteil, dass Forlì in der Nacht seine Stadttore nicht schließen konnte. Wie so oft, wenn ein Heiliger gestorben ist, wurde davon berichtet, dass sein Körper nach dem Tode noch einen wunderbaren und überirdischen Duft verströmte. Doch es geschah ein noch weit größeres Wunder: Ein blinder Bettler, der vom Tode Pellegrinos gehört hatte und vor dessen aufgebahrten Leichnam um Heilung bitten wollte, widerfuhr vor einer großen Menschenmenge folgendes: Der leblose Körper Pellegrinos soll sich aufgerichtet und den Mann mit dem Kreuzzeichen gesegnet haben – im selben Augenblick hatte er sein Augenlicht wiedererlangt und pries die Größe und Allmacht Gottes. Weitere, spektakuläre Heilungswunder geschahen – doch die katholische Kirche ließ sich ein wenig Zeit mit der Kanonisierung dieses schon zu Lebzeiten hoch verehrten Heiligen: 1609 erfolgte die Seligsprechung durch Papst Paul V., die Heiligsprechung durch Benedikt XIII. erfolgte über 100 Jahre später, 1726.

Heute ruht unser Pellegrino in einem gläsernen Schrein in einer Seitenkapelle der Basilika, die seinen Namen trägt und ein bedeutendes Heiligtum des Servitenordens ist. Ihre Fassade aus dem 13. Jahrhundert hat sich weitgehend erhalten. Neben dem Besuch der Kapelle des Heiligen empfiehlt sich auch die Besichtigung des Kapitelsaals, in dem sich heute noch das Fresko mit der Darstellung des Gekreuzigten befindet, vor dem das Heilungswunder an Pellegrino geschah.
Am Eingang gleich rechts verdient ein sehr schönes und typisches Renaissancegrabmal für Luffo Numai Beachtung, der zur Zeit der Caterina Sforza und der Borgias ein wichtiger Politiker und Ratgeber in Forlì war. Ebenfalls aus dieser Zeit stammt der hölzerne Chor hinter dem Hauptaltar, der von einer beeindruckenden Addolarata-Statue des Bologneser Bildhauers Angelia Pio (1690-1770) überragt wird. Die Orgel über dem Portal wurde von dem Venezianer Orgelbaumeister Gaetano Callido gebaut.

Ein Besuch beim heiligen Pellegrino empfiehlt sich vor allem in den ersten Maitagen, sein Festtag ist 1. Mai, der Servitenorden gedenkt seiner am 4. Mai. Zum Festtag sind auf dem Platz vor der Basilika unzählige Stände mit buntem Zitronat und Zitrusfrüchten aufgebaut, wie es einer alten Tradition entspricht, deren Ursprung nicht mehr genau festzustellen ist.
Wer in einem ernsten Anliegen in versammelter Stille um die Fürsprache des heiligen Pellegrinus für sich oder andere bitten möchte, meidet aber vielleicht diesen Tag besser. Unzählige Gläubige haben sich im Laufe der Jahrhunderte mit ihren Anliegen vertrauensvoll an ihn gewendet, viele sind erhört worden; eine erstaunlich große Zahl, nämlich über 300 sollen es allein in der kleinen umbrischen Stadt Città di Castello gewesen sein.
Dort wirkte Pater Tassinari, ein Servit aus Forlì, als geistlicher Führer der heiligen Veronika Giuliani (Vatican-Magazin Mai 2012), dessen Gangrän, also Wundbrand, in den Jahren 1702 und 1726 geheilt wurde. Im Jahre 1716 genas die heilige Veronika sofort und vollständig von einer lebensgefährlichen Infektion, während Tassinari für sie eine Messe zu Ehren Pellegrinos feierte. Durch die Ausbreitung der Serviten, die in Rom mit dem „Marianum“ eine päpstliche theologische Fakultät unterhalten, welche sich insbesondere der Mariologie widmet, wird die Verehrung des Heiligen heute in ganz Europa wie auch in Kanada, den USA, Brasilien und sogar auf den Philippinen praktiziert.

[Zuerst erschienen in Vatican-Magazin, Rubrik Heiligtum der besonderen Art]

Mai 2, 2017   No Comments

Heilige Caterina von Siena, Kommentar zu Mt 11, 25 – 30 via Evangelium Tag für Tag

>>Dialog von Gottes Vorsehung 167, 2 (Übers.: Sommer v.Seckendorff, 1964, S. 247)

„Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde“

Dank, Dank sei Dir, ewiger Vater, dass Du Dein Geschöpf nicht verachtet, Dein Antlitz nicht von ihm abgewandt, noch seine Wünsche verschmäht hast. Du, Licht, achtest nicht auf meine Finsternis, Du, Leben, ließest Dich von meinem Tod nicht abhalten, noch schreckte Dich, Arzt, meine arge Gebrechlichkeit, Dich ewige Reinheit, mein ganzer Schmutz und mein Elend; Du Unendlicher kamst zu mir Endlichem, Du Weisheit zu mir Törin. Aus Deinem Licht empfing ich Licht. In Deiner Weisheit erkannte ich die Wahrheit, in Deiner Milde fand ich die Liebe zu Dir und zum Nächsten. Dieselbe Liebe veranlasste Dich, das Auge meines Geistes mit dem Licht des Glaubens zu erleuchten, damit ich Deine mir kundgetane Wahrheit begriffe.

Gib, dass mein Gedächtnis fähig sei, sich Deiner Wohltaten zu erinnern, und mein Wille im Feuer Deiner Liebe lodere. Lass das Blut meines Leibes in diesem Feuer fruchten und sich verströmen, auf dass ich mit diesem Blut, aus Liebe zu Deinem Blut vergossen, und mit dem Schlüssel des Gehorsams die Himmelspforte entriegele. Dasselbe erbitte ich Dich von ganzem Herzen für jedes vernunftbegabte Wesen, im Allgemeinen und im Besonderen, und für den mystischen Leib der Kirche. Ich bekenne und ich leugne nicht, dass Du mich geliebt hast, eh ich war, und dass Du mich unsäglich liebst, wie ein Narr verliebt in Deine Kreatur. <<

April 29, 2017   No Comments

Meine große Reportage über den Wallfahrtsort Fatima in Portugal

findet sich in der aktuellen Ausgabe des „Cicero-Magazin für politische Kultur“, Mai 2017, in der Rubrik Salon und dem Titel „Lichter, List und Liebe“

Einen Blick ins Heft gibt es auf den Seiten von cicero.de

April 28, 2017   No Comments

Amazon-Rezensionen für „Konvertiten. Ergreifende Glaubenszeugnisse“

Für mein Buch „Konvertiten.Ergreifende Glaubenszeugnisse“, letztes Jahr erschienen, gibt es inzwischen direkt bei Amazon zwei sehr freundliche Rezensionen:

Karl Dieter Wünstel (Auszug): „Ich konnte es fast nicht mehr aus der Hand legen. Allein die Auswahl der beschriebenen Persönlichkeiten bildet ein breites Spektrum ab. Die einzelnen Berichte sind fesselnd dargestellt und verleiten zum Nachdenken und Reflektieren des eigenen Glaubensverständnisses.“

„Jaroschek“ (Auszug): „Höchst wichtig ist das Kapitel über Roms Oberrabbiner Zolli, der Christ wurde, inzwischen aber weitgehend in Vergessenheit geriet. In diesem Kapitel wird das absolut falsche Zerrbild, das Hochhuth mit seinem ‚Stellvertreter‘ von Pius XII zeichnet, korrigiert. Viele Juden bestätigten nach dem Krieg die Rettung vieler Juden durch Pius XII. Pinchas Lapide sprach von Hunderttausenden. Allein etliche historische Korrekturen machen dieses Buch wertvoll.“

Herzlichen Dank den Rezensenten für ihre Mühe!

Die Rezensionen im ganzen Wortlaut und die Bestellmöglichkeit auf Amazon hier:

April 22, 2017   No Comments

Aloysius Pappert: Eine geraubte Jugend. Kriegserinnerungen. Band I

Ich lese gerade atemlos die Kriegserinnerungen von Aloysius Pappert, Jahrgang 1924, praktizierender Katholik selbst während seiner gezwungenermaßen Zeit des Dienstes in der deutschen Wehrmacht, in der er u.a. die Schlacht um Monte Cassino miterlebte, viele Kameraden beerdigen musste, aber auch viele Menschen, auch und gerade eigentliche „Feinde“ mit seinem Glauben beeindruckte, den sie ausgerechnet auch noch häufig mit ihm teilten. Er hat sich in den schlimmsten Situationen dieser Zeit stets auf die Gottesmutter verlassen – und sie hat ihm geholfen. Nichtkatholiken bitte unbesorgt sein, das Ganze ist in erster Linie ein Zeitzeugnis und der Autor belästigt den Leser nicht mit seinem persönlichen Glauben, sondern lässt ihn durch alle Szenarien eher wie beiläufig, aber dafür umso durchschlagender, schimmern.

Ich gebe zu, ich habe eine kleine Zeit gebraucht, bis ich wirklich den Nerv hatte, mich mit diesem ebenso erstaunlichen wie beeindruckend lebendigen Zeugnis aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu befassen – und es eignet sich womöglich nicht wirklich als echte Gute-Nacht-Lektüre, sonst säße ich jetzt nicht aufgewühlt hier vor dem Bildschirm.
Ich werde sicherlich noch eine ausführliche Besprechung dieses Buches, das im Lit-Verlag erschienen ist, nachtragen.
Fürs Erste darf ich einfach nur eine Empfehlung aussprechen, sich mich diesem beeindruckenden Zeugnis eines Überlebenden, eines stets auf Gott und die heilige Jungfrau vertrauentragenden Katholiken, eines anständigen Soldaten in einer elendiglich unanständigen Zeit auseinanderzusetzen. Umsomehr, weil er mich an meinen (protestantischen) Großonkel erinnert, der ebenfalls an allen wesentlichen Fronten im Einsatz war und dem ebenfalls sein Glaube geholfen, vielleicht sogar gerettet hat.

Ich wünsche diesem Buch noch viele Leser.

Aloysius Pappert: Eine geraubte Jugend. Kriegserinnerungen Band I. Lit-Verlag
ISBN 978-3-643-13596-4

April 19, 2017   2 Comments