Journalistin und Autorin

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#Dialogprozess #Kirche2011 #Maria2.0 #SynodalerWeg

>>Im Grunde ist immer ein versteckter Stolz wirksam, wo die Kritik an der Kirche jene gallige Bitterkeit annimmt, die heute schon anfängt, zum Jargon zu werden. Leider gesellt sich nur allzuoft eine spirituelle Leere hinzu, in der das Eigentliche der Kirche überhaupt nicht mehr gesehen wird, in der sie nur noch wie ein politisches Zweckgebilde betrachtet wird*, dessen Organisation man als kläglich oder als brutal empfindet, als ob das Eigentliche der Kirche nicht jenseits der Organisation läge, im Trost des Wortes und der Sakramente, den sie gewährt in guten und in bösen Tagen.
Die wirklich Glaubenden messen dem Kampf um die Reorganisation kirchlicher Formen kein allzu großes Gewicht bei. Sie leben von dem, was die Kirche immer ist. Und wenn man wissen will, was Kirche eigentlich sei, muss man zu ihnen gehen.
Denn die Kirche ist am meisten nicht dort, wo organisiert, reformiert, regiert wird, sondern in denen, die einfach glauben und in ihr das Geschenk des Glaubens empfangen, das ihnen zum Leben wird. Nur wer erfahren hat, wie über den Wechsel ihrer Diener und ihrer Formen hinweg Kirche die Menschen aufrichtet, ihnen Heimat und Hoffnung gibt, eine Heimat, die Hoffnung ist: Weg zum ewigen Leben – nur wer dies erfahren hat, weiß, was Kirche ist, damals und heute.<<
Joseph Kardinal Ratzinger: Einführung in das Christentum (1968)

*“wie ein politisches Zweckgebilde betrachtet wird“ – es sind eigentümlicherweise ausgerechnet die Zeitgenossen, die Kirche seit ungefähr den 68er Jahren letztes Jahrhundert unermüdlich nach ihrem persönlichen politischen Gutdünken umformen wollen, die doch immer am lautesten klagen, wie fürchterlich und unhinnehmbar doch die Verschränkung von politischer Macht und Kirche seit ungefähr dem frühen Mittelalter bis hin zu den Kreuzzügen etcpepe doch gewesen sei. [Ab * Anmerkung dazu von mir]

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