Journalistin und Autorin

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Weltkriegsveteranen

Ich habe die große Gnade erhalten, nicht nur mit einem WK II Veteranen bekannt und verwandt sein zu dürfen, der die Operation Merkur überlebt hat und die Entscheidungschlacht in der Normandie – über diese niemals ein Wort, darüber hat er nie erzählt, es muss verheerend gewesen sein, dazu noch unter Rommel in Nordafrika war, sondern auch mit einem über Neunzigjährigen bekannt zu sein, der sich einmal bei mir entschuldigte, weil er erwähnen wollte, dass er vor Petersburg und auf der Krim lag.
Es gibt hier nichts zu entschuldigen. Ihr wart nicht an diesem Scheißkrieg schuld.
Da haben sich andere in das ewige Buch der Vergeltung eingetragen. Ich höre gerne zu, denn bald werden die verstummen und aussterben, die noch etwas persönliches und mitunter Gutes zu sagen haben.

Es ist im Gegenteil wunderschön zu hören, wie ihr von der Krim schwärmt und wie schön es dort war. Ihr hattet das Glück, nicht in Stalingrad eingekesselt zu sein.
Und das schreibe ich als jemand, der die Belagerung von Leningrad als reine Schuld und Schmach empfand und die Übertragung von Schostakowitschs 7. Sinfonie am 9. August als eine heroische und universelle menschliche Errungenschaft empfand. Und Deutschland dafür gehasst hat. Obwohl mein Onkel zur gleichen Zeit vor der Stadt lag.

„Ich empfinde unstillbaren Schmerz um alle, die Hitler umgebracht hat. Aber nicht weniger Schmerz bereitet mir der Gedanke an die auf Befehl Stalins Ermordeten …“

Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch.

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