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Category — Europa wohin?

Santorins Kirchenkuppeln ohne Kreuze – ein Service von LIDL

Der Vorfall ist für die einen nicht weiter bemerkenswert – obwohl ich meine, es ist eben doch wichtig, ob ich nun die Realität verfälscht darstelle, noch dazu, um ein Produkt zu verkaufen, oder nicht. Natürlich sehen die Frauen auf den Ferraris, die sich dort räkeln, in natura auch nie 100prozentig so aus, wie auf den Bildern.
Allerdings handelt es sich eben um Santorin, einer griechischen Insel, die nicht nur enorm schön ist, sondern auch seit den Zeiten des Apostels Paulus eine christlich-orthodoxe Kultur pflegt, lebt und hochhält, die sich in rein gar nichts vor den kulturellen Errungenschaften der Griechen für die gesamte Welt aus antiker heidnischer Zeit verstecken muss.

Ich hatte dazu heute in „Die Tagespost“ in der Rubrik „Aus aller Welt“ einen Beitrag abgeliefert, nachzulesen unter diesem Link.

Mittlerweile hat das Schietstörmchen von Belgien aus nicht nur Deutschland und Österreich erreicht, sondern auch ausgerechnet den traditionell atheistischsten Staat Europas – das kleine Tschechien. Die Tschechen mögen vielleicht mit der Religion nicht so viel am Hut haben (wie vergleichsweise die Slowaken), aber sie sind ein ziemlich aufmüpfiges Völkchen – und da sie gerne Urlaub in Griechenland machen, wie wir Deutsche ja auch, seit die Türkei sich dank Erdogan ja ins urlaubstechnische Aus geschossen hat, durchaus auch solidarisch mit den nun beleidigten Griechen, die allerdings völlig zu Recht nicht einsehen wollen, warum man mit ihren landschaftlichen Panoramen Werbung machen und Geld verdienen will, dafür aber Kreuze von Gebäuden wegretuschiert, die zwar da hingehören, aber eventuell wiederum den alten Kunden aus Ex-Kleinasien und den neuen Kunden aus Syrien und Nordafrika, die noch nicht so lange hier leben, stinken könnten. Wärend die Mitteleuropäer ebenso „religiös neutral“ inkulturiert wie die Werbeabteilung bei LIDL, stünde in Deutschland, Frankreich, Belgien, Schweiz und so weiter keine einzige Moschee mit einer Halbmondabbildung drauf.
Jetzt geht es ins Spekulative, wenn ich mir ausmale, wie gerade die verantwortlichen Entscheider für diesen orwellianisch zu nennenden Eingriff in die authentische kulturelle Landschaft von Santorin sich teure Urlaube auf, nehmen wir einfach mal, Bali gönnen, und dort begeistert über Swastikas, Hindutempel, religiöse Feiern und enorm beeindruckende authentische Tradition und Kultur dann ihren lieben Zuhausgebliebenen berichten.

September 5, 2017   No Comments

Zur Lage 23.05.2017 – Terroranschlag in Manchester

Ich les den Sirko gerne, weil er immer die richtigen Worte findet angesichts der Katastrophe: Mit Blick auf das sicherheitspolitische Kalkül, ein Auge auch auf Gesellschaftkritik, nie pathetisch, aber immer mit Mitgefühl und Anstand.
Ein „Pray for Manchester“ möchte ich mir heute ersparen, erstens ist es selbstverständlich, zweitens braucht England – und Europa – zwar Gebet, aber eben auch ein stringentes Konzept zur Terrorbekämpfung und wesentlich weniger dummes Gelaber von Politikern, die eigentlich mal einen Eid schworen, zum Wohle IHRES VOLKES zu handeln, auch wenn sie offenbar nicht mehr genau wissen, um wen es sich dabei handelt.
„Ah, sie hat VOLK gesagt! – ja, na und? Es geht mir dabei um die Völker Europas, um die Briten genau wie um die Franzosen oder die Deutschen – und ich definiere VOLK nicht über BLUT, so wie gewisse andere Leute es gerne unterstellen. Für mich sollten französische oder deutsche oder niederländische Besucher, egal welcher Abstammung, Touristen aus Südostasien, Afrika oder aus Italien in einem englischen Konzertsaal – oder an einem Kölner Hauptbahnhof – genauso sicher sein, wie britische.

Sirkos Gedanken dazu:

>>In den westlichen Gesellschaften scheint die Grundvoraussetzung für das viel beschworene Zusammenleben, nämlich das LEBEN an sich, in den Hintergrund getreten zu sein. Während die tatsächlichen Radikalen immer wieder Menschen töten, werden jene, die sich dagegen zur Wehr setzen wollen und bessere Mittel und Methoden zur Terrorbekämpfung einfordern, als die eigentlichen Radikalen verunglimpft. Es werden Bündnisse mit Regierungen geschmiedet, deren Ländern die Söldner des Dschihad entstammen, und gleichzeitig werden jene Staaten verurteilt, die gegen diese Banden ankämpfen. Das politische Kalkül überschattet den Wunsch der Menschen nach Frieden, Ordnung und Sicherheit.Die Welt steht Kopf!<< Gemeinsam mit meinem Kollegen Sirko möchte ich jedenfalls noch Folgendes sagen: >>Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer dieses schrecklichen Attentats und den Verletzten. Den Toten ewigen Frieden.<<

Mai 23, 2017   No Comments