Journalistin und Autorin

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Category — Allgemein

Herzlich erschrocken

Neulich auf der Sondermülldeponie stand vor mir ein mit Totenköpfen bemalter VW Bus der Marke: Wir kiffen für den Globus, machen was wir wollen und Didgeridoo und krasse Musik. Ich lief daran vorbei, weil ich eine alte Klobrille in den Container werfen wollte und erschrak heftig, denn ein Abbild von Papa Francisco winkte in Lebensgröße aus dem linken Seitenfenster des Hippie Busses.
Keine Pointe soweit.

Juni 9, 2019   No Comments

No pasaran! oder Die Diktatur der Maschinen

Ein guter Freund von mir spricht schon seit ein paar Jahren mit „Siri“, dieser Sprachanwendung seines geliebten iPhones. Vor einem Jahr war ich zu Gast bei einem alten Bekannten, bemerkte, dass er eine „Alexa“Säule neben dem Tisch stehen hatte, an dem wir uns unbeschwert unterhielten und auch politische Diskussionen führten. Ich bestand darauf, dass er den Stöpsel bei seiner „Alexa“ zieht – vermutlich war es aber schon zu spät.
Nebenzu bemerkt gehöre ich auch zu den Menschen, die ihre Webcam am Notebook verkleben, auch wenn das ein wenig paranoid klingen mag.
Ich proklamiere schon seit etlichen Jahren, dass ich _nicht_ mit Maschinen spreche und auch nicht vorhabe, das jemals zu tun. Es ist meine tiefe Überzeugung, dass man nicht mit Maschinen sprechen sollte. Dafür gibt es eigentlich keinen rationalen Grund. Aber: Menschen sollen nicht mit Maschinen sprechen. Ausrufezeichen.

Vor einiger Zeit erwarb ich eine „moderne“ vollautomatische Kaffeemaschine einer deutschen Marke. Das Angebot war günstig, die Maschine gebraucht und generalüberholt. Sie begrüßt mich jeden Morgen mit der Anzeige „Herzlich Willkommen!“ und Datum und Uhrzeit. Das ist hinnehmbar, wenngleich auch schon leicht übergriffig. Ich möchte schließlich einfach nur einen Kaffee aufgebrüht bekommen und keine weiteren Informationen egal in welcher Hinsicht. Wenn ihr Satzbehälter voll ist oder sie der Meinung ist, er wäre voll, was sie häufig ist, da sich natürlich der Kaffeesatz genau an der Stelle ihrer Messplatine stapelt, das Schiff aber ansonsten leer ist, befiehlt sie mir: „Satzbehälter leeren“. Ich ziehe das Ding raus, schüttele den wenigen Satz nach weiter hinten, wo noch leer ist und schiebe es dann wieder ein. So habe ich es bei meiner alten Saeco auch gemacht. Nur, dass die alte Saeco mir hinterher nicht die Frage via Display stellte: „Satzbehälter geleert?“ und ich eingeben musste: „Ja“ oder „Nein“. Im Ende läuft es darauf hinaus, dass ich meine neue Kaffeemaschine – natürlich deutscher Provinienz – regelmäßig belüge, indem ich antworte, dass ich geleert hätte, aber in Wirklichkeit habe ich den Mist nur nach hinten geschüttelt, damit ihre Messplatine nicht mehr anschlägt.
Ich bin ein hochsensibler Mensch. Natürlich ist das dann die Ursache dafür, mich regelmäßig schlecht zu fühlen: „Ich habe meine Kaffeemaschine angelogen“. Ein unerfreulicher Zustand für mein Seelenleben.
Gestern erwarb ich einen dieser neuen Drucker, die ans Internet angeschlossen sind. Im Grunde benötigte ich einfach nur eine neue Patrone für meinen uralten All in One Drucker. Aber die Patrone für den alten hätte mehr gekostet als der neue Drucker, der auch noch zwei Patronen im Karton mit dabei hatte.
„Consumismo“, merkte mein italienischer Fachhändler lakonisch dazu an, als ich diesen Zustand beklagte. Die Italiener können ja aus jedem Scheißzustand eine Ein-Wort-Beschreibung mit wunderschön vielen Vokalen bilden.
Heute habe ich ihn installiert. Ich rede jetzt mal gar nicht davon, dass ich die Postleitzahl seines Standortes angeben sollte und sich das Teil auch noch via Internet automatisch mit meinem Router verbinden konnte, ohne dass ich dessen Passwort manuell eingeben musste etcpepe.
Jetzt druckte er als erstes mal eine Kalibrierungsseite, die ich einscannen sollte. OK.
Dann kam die Message via Minibildschirm, ich müsse diese Seite nun wieder entfernen und entweder wiederverwenden oder recyceln. So mein neuer Domina-Drucker. Ich werde ihn Greta nennen.
Und die Kalibrierungsseite klimaschädlich anzünden und verbrennen.

Mai 25, 2019   No Comments

Seraphim Rose: Nihilismus. Die Ideologie des Antichristen.

Der Glaube an das Nichts als Quell des Untergangs.

Zitat:

„Der Nihilismus unseres Zeitalters ist in allem und wer nicht mit Gottes Beistand beschließt, ihn im Namen der Seinsfülle des lebendigen Gottes zu bekämpfen, den hat dieser bereits bezwungen. Wir sind an den Rand des Abgrunds zum Nichts gebracht, und wir werden, ob wir sein Wesen erkennen oder nicht, infolge der Affinität zum stets vorhandenen Nichts in uns ohne jede Hoffnung auf Erlösung von ihm verschlungen werden – es sei denn, wir bleiben reinen und festen Glaubens in Christus, ohne den wir wahrlich nichts sind.“

Dezember 5, 2018   No Comments

Quantum of solace

Es war zur Zeit der WM 2010. Deutschland hatte Argentinien im Viertelfinale Vier zu Null besiegt.

Unterlag aber Spanien im Halbfinale dann Null zu Eins.

Am nächsten Tag wurde ich zum ersten Mal in meinem ganzen Leben von den Carabinieri angehalten.

Zum allerersten Mal in meinem Leben …
von den Carabinieri gestoppt worden. Normalerweise lassen sie Leute wie mich, die mit deutschem Kennzeichen unterwegs sind, vorbeifahren. Aber nein, der streng dreinblickende Uniformierte hebt die rote Kelle und weist mir gleich an, wo meine Stopp-Linie zu sein hat. Dann nähert er sich dem Auto. Ich überlege, ob ich meinen Führerschein dabei habe, ob der Hund vielleicht einen Maulkorb tragen muss im Auto, was das alles kostet, wenn ich keine Rettungsweste dabei haben sollte usw… Was einem halt alles so siedendheiß durch den Kopf fährt in so einer Situation. Und dann noch Carabinieri, nicht polizia … Mit denen ist eh nicht zu spaßen.
Er baut sich vor dem Autofenster auf.
„Dalla Germania?“, fragt er.
Stummes Nicken.
Der Carabiniere stemmt die Arme in die Hüften und holt tief Luft: „Was war da gestern los, eh? Was soll das? Kann man das verstehen? Nein, das kann ich nicht verstehen! Was war das nur für ein schreckliches Spiel, eh?“
Ich nicke unsicher.
„Eine absolute Katastrophe! Was war nur mit den Deutschen los?“ Er fängt an, heftig zu gestikulieren und sich in Rage zu reden. „Die sind so gut gewesen, und jetzt das. KA-PUTT! Einfach KA-PUTT!“ (Das Kaputt kommt im O-Ton auf Deutsch).
Ich stimme zu und traue mich anzumerken, dass es eine große Enttäuschung war.
Er knallt sich mit der rechten Hand an die Stirn. „Gewinnen die gegen Argentinien! Mit Vier-Null! EH? VIER TORE! Und jetzt d a s!“, regt er sich auf.
Ich, lebhafter: „Ja, die totale Katastrophe, ich kann das gar nicht verstehen!“
Er, ballt die Fäuse, lehnt sich etwas nach hinten, um seinen Worten mehr Nachdruck zu verleihen: „So eine Kata-stro-phe! Verlieren die Eins-Null im Halbfinale!“
Ich: „Unfassbar! Einfach schreck-lich!“ und winke heftig ab.
Er: JA, das ist es. (Seufzer). Gut, Sie können weiterfahren. Trotzdem noch einen schönen Tag!
Ich: Grazie! Ebenso! (Und ab.)

Juni 27, 2018   No Comments

Die Schwarze Madonna von Tschenstochau

Als jemand, der praktisch ein und aus geht bei der Madonna von Loreto, war ich hin- und weggerissen, als ich kürzlich Tschenstochau besuchte.

Unsere liebe Frau ist immer wunderschön und vollständig bezaubernd, egal an welchem Ort man sie besucht.
Aber Tschenstochau bewahrt die schönste Marienikone als einen Schatz eines ganzen Volkes.

Mein Artikel dazu für Die Tagespost.

April 29, 2018   No Comments

Der kleine Alfie ist heute Nacht gegangen

Während sich der Bischof von Liverpool, die Liverpooler Polizei und andere verantwortliche Leute mehr noch an dem „social media circus“ stören, den er verursacht hat – ja, hattet ihr jemals wirklich geglaubt, die Menschen weltweit hielten also einfach ihr Maul angesichts dieser buchstäblich zum Himmel schreienden Ungerechtigkeit, dieser Tyrannei der Herzlosigkeit und der Willkür eines mörderischen Systemkonglomerats von Medizinern, Juristen und britischer Regierung? Was hätten all diese Jammerlappen, die so bekümmert wegen der sozialen Medien sind, denn früher wohl gemacht, wenn das Volk mit Mistforken und Heugabeln anrückte, um seiner Meinung Ausdruck zu verleihen? – hat Jean Pierre Casey, der Neffe des großen deutschen katholischen Philosophen und Hitlerfeindes Dietrich von Hildebrand, einen offenen Brief an die Bischöfe von England und Wales geschrieben.
Man darf sich als deutsche Katholikin durchaus auch wundern darüber, wo eigentlich die Stellungnahmen deutscher Bischöfe abgeblieben sind in diesem Fall. Vielleicht waren aber die ideologisch motivierten Krokodilstränen schon anderweitig reserviert, nämlich für die Opfer einer Kirchenvertretung, die es nicht weiter fragwürdig findet, Frauen zu weihen oder Protestanten die Kommunion auszuteilen.

Aber zurück zum Brief von Casey.

>> Whilst you may be tempted to characterise me and others who share my views as ‘simpletons’ whose intellectual faculties are insufficient to fully grasp the ethical and medical subtleties of the case, I will reply: I know tyranny when I see it. I know oppression when I see it. I know injustice when I see it. And so do many thousands of others across the world. If our Church leaders, meaning the collective you, remain silent in the face of such tyranny, oppression and injustice, then not only do they fail in their mission to proclaim the Gospel of Jesus Christ, not only do they fail to publicly uphold the sanctity and dignity of all human life, not only do they fail to defend the rights of parents as the primary educators and as the sole legitimate custodians of their children — each one of these being individually considered a serious sin of omission — but they also become accomplices of, and indeed, active participants in, gravely evil acts.

I regret to say that with the kind of leadership — or rather the complete absence of leadership our bishops are showing — in grave public cases where a powerful public witness in defense of life, the family and God-given parental rights is not only necessary but is indeed a moral obligation, it is no wonder the flock of practising Catholics is so rapidly dwindling. For who wants to follow such shepherds? For this to occur so soon after the Charlie Gard saga, and with an essentially identical outcome — namely, the complete lack of leadership, lack of conviction, and lack of courage we are seeing from our bishops, I am afraid to say I am ashamed to be an English Catholic.<< Von hier.

April 28, 2018   No Comments

A View To A Kill

Seit kurzem hat das europäische England dem europäischen Transsylvanien vom Gruselfaktor her den Rang gründlich abgelaufen. Genau genommen ein „Kinderkrankenhaus“ in Liverpool und ein „ehrenwerter“ Richter, der entschieden hat, dass ein kleiner kranker zweijähriger Junge gegen den Willen seiner Eltern nicht mehr weiter künstlich beatmet wird, weil seine lebenserhaltenden Maßnahmen „futile“ sei, wenn ich das richtig verstanden haben sollte.
„futile“ heißt auf Italienisch „inutile“ – das ist leichter verständlich. Es bedeutet „nutzlos“.
Man gerät in Versuchung, sich in eine Meditation über nutzlose Justiz zu versenken, aber ich werde diese Klippe hier trotzig umschiffen.
Im Prinzip ging es schlicht darum, dass der kleine hübsche Junge zu viel Geld kostet. Also stellte man ihm sozialverträglich den Sauerstoff ab. Selbstverständlich in seinem ureigenen Interesse und nur zu seinem Besten. Wir kennen dieses gottvergessene Gelaber mittlerweile sehr gut – insbesondere, wenn wir Deutsche sind und uns ein wenig mit dem Dritten Reich beschäftigt haben. Holländische Bekannte halten das übrigens für eine Art Behinderung – nicht das Dritte Reich, sondern als Deutscher strikt gegen Euthanasie zu sein. Als die Debatte vor Jahren einmal darauf kam, blickten sie mich milde und nachsichtig an: Bei eurer Vergangenheit ist das natürlich verständlich, aber es geht doch darum, den Menschen zu helfen.
Natürlich, darum ging es den Nazis auch. Selbstverständlich ging es auch den Medizinern des Alder Hey „Kinderkrankenhauses“ – man muss es in Anführungszeichen setzen, wenn man sich selbst noch im Spiegel in die Augen blicken möchte – nur darum, dem Kind und den Eltern zu helfen. Auch dem ehrenwerten Richter Hayden ging es ausschließlich darum.
Also wurde von Seiten dieses „Krankenhauses“ aus der Hölle vor zwei Tagen um 22.17 Uhr die Beatmung für den knapp Zweijährigen – in seinem Interesse – abgestellt. Gegen den ausdrücklichen Willen der Eltern. Und das angesichts der Tatsache, dass sich bereits der Papst eingeschaltet hatte, die Überstellung nach Bambino Gésu, ein Kinderkrankenhaus in Rom, bereits vorbereitet war, die italienische Regierung in extremis dem kleinen Alfie die italienische Staatsbürgerschaft verliehen hatte und eine Militärmaschine auf Geheiß der italienischen Verteidigungsministerin auf Abruf bereitstand, um Alfie ins katholische Rom – und somit in Sicherheit – zu bringen.
Offenbar kurbelte dies die tödliche Entschlossenheit der medizinischen Verantwortlichen, ihren „life end caring plan“ für Alfie durchzuziehen, ebenso wie die menschenverachtende Arroganz des britischen Richters Hayden nur noch weiter an.
Es meldete sich der italienische EU-Parlamentspräsident auf Twitter zu Wort, es meldete sich Andrzej Duda, der polnische Präsident und – immerhin, die US-amerikanischen Bischöfe. Nach einer für eine Katholikin wie mich ziemlich lähmenden und frustrierenden Funkstille zogen Kardinal Schönborn, Österreich und der Patriarch von Venedig endlich nach.
Von Protestanten und Anglikanern war nichts weiter zu hören, und das, obwohl wir als getaufte Christen dazu aufgerufen sind, von der Wahrheit Zeugnis abzulegen und unsere Stimme im Namen Jesu Christi zur Verteidigung der Schwachen und Schwächsten zu erheben.
Als ich noch Atheistin war, stand ich der katholischen Kirche nie wirklich feindlich gegenüber – ich war zwar keine überzeugte Lebensschützerin, aber ich fand es immer gut, richtig und wichtig, dass wenigstens die katholische Kirche noch ihre Stimme für das Leben erhob.
Das war ungefähr vor 20 Jahren. Heute haben wir, habe ich, Bischöfe, die durch ihr peinliches und sündhaftes Schweigen zum Fall Alfie Evans das wenig liebevolle Vorgehen des Krankenhauses und der britischen Justiz – gewollt oder ungewollt – unterstützen. Alfie darf immer noch nicht nach Rom ausreisen, hat der Richter verfügt, der in seiner Freizeit Ratgeber zur gleichgeschlechtlichen Ehe verfasst.
Mehr noch, wir haben einen Erzbischof von Liverpool, es ist Alfies Bischof, der diesen skandalösen Vorgang nicht etwa anprangert, sondern relativiert und schönredet.
(Man muss übrigens nicht mal Christ und schon gar nicht Bischof sein, um diesen Vorfall skandalös, verstörend und zutiefst ungerecht zu finden.)

Es gibt einen empfehlenswerten Artikel des italienischen Vatikanisten Sandro Magister dazu hier.

Alfie atmet beharrlich weiter. Den Meldungen nach scheint das „Krankenhaus“ daraufhin zunächst ihm Wasser und Nahrung verweigert zu haben, jetzt dürfen die Eltern ihn wenigstens mit nach Haus nehmen, aber weiterhin nicht zu einer Behandlung nach Deutschland oder Rom ausreisen.
Und mit jedem Atemzug demaskiert der kleine kranke Bursche Alfie nicht nur das „National Health System“, britische Behörden mitsamt Justiz und der Liverpooler Polizei, die via Facebook angekündigt hat, jede Meinung zum Thema Alfie Evans in den sozialen Medien zu scannen und zu überwachen, Alfie entblößt auch ziemlich viele christliche Kirchenführer einschlägiger Denominationen gleich noch mit dazu, die offenbar ein paar grundlegende Dinge, die das Evangelium verkündet und Jesus Christus gelehrt hat, für nicht mehr wichtig genug erachten.

April 26, 2018   No Comments

Christliche Soldaten in Maaloula, Syrien

April 2, 2018   No Comments

40 Jahre Erstürmung Landshut – Geiselbefreiung

Die Bild-Zeitung lese ich mitunter manchmal ganz gerne deshalb, weil es die schnellste, kürzeste, bündigste und somit schmerzloseste Art ist, sich mit der Gegenwart auseinanderzusetzen. Man hat praktisch zum Tage das Ende mit Schrecken anstatt den Schrecken ohne Ende.
Manchmal bringen sie auch ganz originelle Sachen, so wie heute, wo sie mit einem GSG9-Veteranen, heute 70 (knackig-fittes Aussehen, tolles Foto), zum Wrack der Landshut flogen, an deren Befreiung – Operation „Feuerzauber“ – der Veteran damals im Alter von knackigen 30 Jahren (tolles Foto) beteiligt war.
Große Zeile von Bild, dass er mit dem Schrei: „Köpfe runter! Wo sind die Schweine?“ reinstürmte.

Abgesehen davon, dass mir tatsächlich nicht klar war, dass man beim Erstürmen einer Maschine ein solches Geschrei veranstaltet – ich dachte immer, die bewegen sich wie die Nachtkatzen? Aber womöglich war es taktisch geschickt, ein bisschen Krawall zu machen, sie hatten das in weniger als zehn Minuten durch…. – dachte ich daran, was Frau Künast und et al. heutzutage da eventuell womöglich für eine mächtige Sorge hätten, weil man mit den Terroristen so rüde umgesprungen wäre, noch dazu sie derart beschimpft hätte. Das geht einfach nicht, und dann sind die auch noch eigentlich fast alle umgekommen.

Im Ernst jetzt. Wäre ich als Passagierin in der Landshut gesessen und hätte überlebt, würde ich heute noch jedem Mitglied der damaligen GSG9 Truppe zum Jahrestag eine Kiste Cognac und Zigarren schicken.

September 15, 2017   No Comments

Zum Fest des heiligen Laurentius

Hl. Ambrosius (um 340-397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Die Pflichten der Diener Gottes

„Wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht“

Als der hl. Laurentius sah, wie Bischof Sixtus zum Martyrium geführt wurde, brach er in Tränen aus. Nicht das Leiden seines Bischofs war der Grund dafür, sondern die Tatsache, dass er ohne ihn ins Martyrium ging. Deshalb rief er ihm zu: „Wohin gehst du ohne deinen Sohn, Vater? Wohin eilst du ohne deinen Diakon? Du hast doch niemals das Opfer ohne Diener gefeiert! […] Nun beweise doch, dass du dir einen guten Diakon ausgesucht hast: willst du dich wirklich weigern, das Blutopfer mit dem zu teilen, dem du den Dienst am Blut des Herrn anvertraut hast, mit dem zusammen du die Sakramente spendest?“ […]

Papst Sixtus antwortete dem Laurentius: „Ich vergesse dich nicht, mein Sohn, und ich verlasse dich auch nicht. Aber ich überlasse es dir, schwerere Kämpfe zu bestehen. Ich bin alt und halte nur noch einen leichten Kampf aus. Du aber bist jung, und auf dich wartet ein viel herrlicherer Triumph über den Tyrannen. Du folgst mir bald nach. Trockne deine Tränen. In drei Tagen folgst du mir […]“

Drei Tage später wird Laurentius festgenommen. Man verlangt von ihm, dass er die Güter und Schätze der Kirche herbeischaffe. Er verspricht zu gehorchen. Am nächsten Tag kommt er mit Armen zurück. Gefragt, wo die Schätze seien, die er herbeibringen sollte, zeigt er auf die Armen und sagt: Das sind die Schätze der Kirche. Welch bessere Schätze hätte Christus als die, von denen er gesagt hat: „Was ihr einem von diesen Kleinen getan habt, das habt ihr mir getan“ (vgl. Mt 25,40)? Laurentius zeigte diese Schätze her und war Sieger; denn der Verfolger hatte keinerlei Lust, sie ihm wegzunehmen. In seiner Wut freilich gab er den Befehl, Laurentius bei lebendigem Leibe zu verbrennen.

[via Evangelium Tag für Tag]

August 10, 2017   No Comments